ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001Bates’ großes Untersuchungsbuch

BÜCHER

Bates’ großes Untersuchungsbuch

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-242 / B-208 / C-194

Bickley, Lynn S.

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LNSLNS Basistechnik
Ein Klassiker
Lynn S. Bickley (Hrsg.): Bates’ großes Untersuchungsbuch. 3. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2000, 816 Seiten, 578 Abbildungen, 116 Übersichten, 44 Tabellen, gebunden, 128 DM
In den USA ist der (oder besser die) „Bates“ (denn die Autorin ist eine Sie) längst ein Klassiker zum Erlernen von Anamnese und körperlicher Untersuchung. Eine Übersetzung der neuesten Auflage ist kürzlich erschienen. Sie stellt ausführlich und reich illustriert alle Techniken zur Anamnese und zur körperlichen Untersuchung sowie die wichtigsten pathologischen Befunde vor. Die einzelnen Kapitel wurden, wenn nötig, den deutschen Verhältnissen angepasst. Das Kapitel über Säuglinge und Kinder etwa nennt die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen.
Hervorzuheben sind die Tabellen am Ende jedes Kapitels. Sie stellen die Befunde den wichtigsten Erkrankungen gegenüber und geben damit wichtige Hinweise für eine Differenzialdiagnose. Hier finden Ärzte wichtige Anregungen, um die einfachen Grundlagen der körperlichen Untersuchung zu rekapitulieren. Für Medizinstudenten dürfte das Buch eine wichtige Motivation und fundierte Begleitlektüre für den „Klopf- und Horch“-Kursus sein. Leider sind spätere Enttäuschungen unvermeidbar. Denn selbst wenn viele Diagnosen im Prinzip auch ohne apparative Hilfe erahnt werden können, sind sie Labor und bildgebenden Verfahren doch deutlich unterlegen. Ein Beispiel dafür ist die Pneumonie.
Auch die rektale Untersuchung der Prostata hat ihre Bedeutung seit der Einführung des PSA-Screenings praktisch eingebüßt. Dennoch bleiben Anamnese und körperliche Untersuchung eine medizinische Basistechnik – und sei es nur zur Freude, den endgültigen Befund doch richtig vorhergesagt zu haben. Rüdiger Meyer
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