ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001Kombinierte Strahlen- und Chemotherapie bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom ohne Vorteil

MEDIZIN: Referiert

Kombinierte Strahlen- und Chemotherapie bei nichtkleinzelligem Lungenkarzinom ohne Vorteil

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-248 / B-213 / C-199

goa

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LNSLNS Weder die Überlebenszeit nach vollständig reseziertem, nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (Stadium II oder IIIa) noch die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Rezidiven werden durch eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie, verglichen mit einer Strahlentherapie allein, signifikant verbessert.
Keller et al. behandelten insgesamt 488 Patienten. Die Hälfte der Patienten wurde postoperativ mit insgesamt 50,4 Gy (verteilt auf 28 Tagesfraktionen) oder zusätzlich über vier 28-Tageszyklen mit Cisplatin (60 mg/m2 i.v., am ersten Tag) und Etoposid (120 mg/m2 i.v., am ersten, zweiten und dritten Tag) behandelt. Die behandlungsbedingte Mortalität betrug in der Kombinationsgruppe 1,6 Prozent, in der Strahlengruppe 1,2 Prozent. Auch die Entstehung intrathorakaler Rezidive, 12 Prozent unter Kombinationstherapie, 13 Prozent unter Strahlentherapie sowie die mediane Überlebensrate von 38 Monaten in der Kombinationsgruppe und 39 Monaten in der Strahlengruppe konnten keine Überlegenheit einer kombinierten Therapie aufzeigen. goa

Steven M. Keller et al.: A randomized trial of postoperative adjuvant therapy in patients with completely resected stage II oder IIIa non-small-cell lung cancer. N Engl J Med 2000; 343: 1217–1222.

Dr. Steven M. Keller, Department of Surgery, Beth Israel Medical Center, First Avenue, 16th Street, New York 10003, USA.

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