ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001Gastrointestinale Blutungen bei Aspirin-Langzeittherapie

MEDIZIN: Referiert

Gastrointestinale Blutungen bei Aspirin-Langzeittherapie

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-260 / B-225 / C-211

goa

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LNSLNS Unter dauerhafter Einnahme von Aspirin kommt es, unabhängig von Dosis und Darreichungsform, zu einem gehäuften Auftreten von gastrointestinalen Blutungen.
Zu diesem Ergebnis kamen die englischen Pharmakologen S. Derry und Y. K. Loke im Rahmen einer Metaanalyse, bei der sie 24 randomisierte und placebokontrollierte Studien mit insgesamt fast 66 000 Teilnehmern auswerteten. Besonders interessant erwiesen sich dabei die Daten aus den neuesten Untersuchungen anhand derer belegt werden konnte, dass auch niedrig dosiertes Aspirin (50–162,5 mg/Tag) oder veränderte Darreichungsformen (Dosis 72–1 500 mg) keinen Einfluss auf die Inzidenz gastrointestinaler Blutungen haben. So erleidet einer von 100 Patienten, der Aspirin über 28 Monate einnimmt, eine gastrointestinale Blutung. Die besonders in der kardiovaskulären Prävention etablierte Dauertherapie, so die Autoren, sollte deswegen nur unter sorgfältiger Abwägung des Blutungsrisikos eingesetzt werden. goa

Derry S, Loke YK: Risk of gastrointestinal haemorrhage with long term use of aspirin: meta-analysis. Br Med J 2000; 321: 1183–1187.

Dr. Sheena Derry, Dr. Yoon Kong Loke, Department of Clinical Pharmacology, University of Oxford, Radcliffe Infirmary, Oxford, Großbritannien; yoon.loke@clinpharm.
ox.ac.uk

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