ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001Zulassung eines Nachfolgers

VARIA: Wirtschaft

Zulassung eines Nachfolgers

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-263 / B-234 / C-206

WE

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LNSLNS Zunächst ist ein Antrag an den Zulassungsausschuss hinsichtlich der auszuschreibenden Praxis zu stellen. Das Gremium ist aus Vertretern der Vertragsärzteschaft und der gesetzlichen Krankenkassen zusammengesetzt; die Geschäfte führt die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung (KV). Das Vorgehen ist zwar gesetzlich geregelt, die Ausgestaltung und Handhabung jedoch von KV zu KV unterschiedlich.
Zunächst erfolgt die Ausschreibung der Praxis durch die KV. Danach stellt sie dem abgebenden Arzt eine Liste der eingegangenen Bewerbungen zur Verfügung, damit sich Übernahmeinteressenten und Praxisgeber in Verbindung setzen können. Anschließend können die Bewerber der KV mitteilen, ob sie die Praxis tatsächlich fortführen wollen.
Im Anschluss wählt der Zulassungsausschuss den zu bevorzugenden Nachfolger. Dieser kann unter dem Vorbehalt der tatsächlichen Übernahme bereits eine Zulassung erhalten. Er muss sich dann mit dem Praxisgeber über die Konditionen einigen, insbesondere über den Kaufpreis. Scheitert das Gespräch am Verkehrswert, hat der Zulassungsausschuss zu prüfen, ob die Forderung zu hoch ist. Wäre dies so und käme keine Einigung zustande, so hätte der Zulassungsausschuss die Nichtübertragbarkeit der Praxis festzustellen. Selbst wenn sich Abgebender und Erwerber aber auf einen überhöhten Kaufpreis einigen sollten, müsste der Zulassungsausschuss den Kaufpreis auf den Verkehrswert senken.
Erweist sich der geforderte Wert als Verkehrswert, steigt aber gleichwohl Kandidat 1 nicht ein, so würde nun vom Zulassungsausschuss der nachrangige Kandidat zur Praxisübernahme autorisiert – unter dem Vorbehalt der Einigung über den Preis. WE
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