ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2001Betriebsprüfung: Honorar für Steuerberater

VARIA: Wirtschaft

Betriebsprüfung: Honorar für Steuerberater

Dtsch Arztebl 2001; 98(5): A-264 / B-208 / C-196

Clade, Harald

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LNSLNS Inhaber von Arztpraxen müssen damit rechnen, dass alle vier Jahre durch einen Prüfer der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in den Räumen der Arztpraxis oder des Steuerberaters geprüft wird, ob der niedergelassene Arzt als Arbeitgeber seine Meldungs- und Beitragsabführungspflichten zur Sozialversicherung für die Mitarbeiter erfüllt hat (siehe auch Deutsches Ärzteblatt, Heft 45/ 2000, Rubrik „Wirtschaft“).
Falls die Prüfung des Außendienstprüfers der BfA in den Räumen des Steuerberaters oder der Steuerberaterfirma des Arztes prüft, kann der Steuerberater für seine Mitwirkung an der Betriebsprüfung ein Honorar berechnen. Die Rechtsgrundlage ist § 34 Abs. 5 der Steuerberater-Gebührenverordnung. Danach erhält der Steuerberater für Hilfeleistungen bei sonstigen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Lohnsteuerabzug oder der Lohnbuchführung eine Zeitgebühr. Diese Gebühren sind in § 13 Abs. 2 der Steuerberater-Gebührenverordnung im Einzelnen geregelt. Nach dieser Vorschrift beträgt die Zeitgebühr, die der Arzt dem Steuerberater zahlen muss, 37,50 DM bis 90 DM je angefangene halbe Stunde. Wird berücksichtigt, dass der wesentliche Aufwand im Rahmen der Prüfung der Lohnkosten hinsichtlich der Abführung der Sozialversicherungsbeiträge für den Steuerberater in der Zusammenstellung der zu prüfenden relevanten Unterlagen liegt (vier Jahre rückwärts), ist eine Liquidation des Steuerberaters auf der Basis der Gebührenverordnung vertretbar. Im Einzelnen ergeben sich allerdings Abweichungen von der Steuerberater-Gebührenverordnung aufgrund individueller Vertragsregelungen zwischen Steuerberater und Klient. HC
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