ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2001Pflegekräfte: Häufiger krank

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Pflegekräfte: Häufiger krank

Dtsch Arztebl 2001; 98(6): A-276 / B-220 / C-208

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LNSLNS Kasse fordert bessere Arbeitsorganisation.
Die Arbeit im Krankenhaus macht viele Pflegekräfte krank. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Bei knapp der Hälfte der mehr als 1 000 befragten Pfleger und Krankenschwestern wurde demnach eine hohe Belastung der Wirbelsäule festgestellt. Hinzu kommt ein höheres Verletzungs- und Infektionsrisiko. Die Zahl der Fehltage wegen derartiger Erkrankungen liegt mit 2,3 Tagen über dem Durchschnitt der von der DAK erfassten Angestellten von 1,4 Tagen.
Der Studie zufolge leiden Pfleger und Krankenschwestern besonders häufig an stressbedingten psychischen Krankheiten. Neurosen und depressive Zustandsbilder verursachen 30 Prozent mehr Fehltage als im DAK-Durchschnitt. Die Stressbelastung stehe in engem Zusammenhang mit der Arbeitsorganisation auf vielen Stationen. DAK und BGW kritisierten, dass eine Pflegekraft nicht für die Gesamtbetreuung von Patienten verantwortlich sei, sondern jeweils bestimmte Tätigkeiten für alle Patienten verrichte. „Die Arbeit sollte so organisiert werden, dass berufliche Fähigkeiten und Qualifikationen möglichst umfassend angewandt werden können“, heißt es dazu.


Eine hohe Belastung der Wirbelsäule bescheinigt die DAK den Pflegenden.

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