ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2001M. Crohn: Azathioprin und Lymphomrisiko

MEDIZIN: Referiert

M. Crohn: Azathioprin und Lymphomrisiko

Dtsch Arztebl 2001; 98(6): A-322 / B-272 / C-254

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LNSLNS Unter einer Therapie mit Azathioprin und seinem Metaboliten 6-Mercaptopurin können Non-Hodgkin-Lymphome auftreten. Beim Morbus Crohn mit einer Häufigkeit von 133 Fällen pro 100 000 Personen wird diese immunmodulatorische Substanz in zunehmendem Maße eingesetzt, müssen doch 30 Prozent der Patienten innerhalb von zehn Jahren nach Diagnosestellung einer operativen Therapie zugeführt werden. In drei großen Studien mit über 1 300 Patienten traten zwei Fälle von Lymphomen auf, nur in einem Fall verlief diese Erkrankung tödlich. Die Autoren führten eine Entscheidungsanalyse durch, ob das Risiko einer Lymphomentwicklung in Kauf genommen werden kann, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung durch die Azathioprinmedikation verlängert wird. Das Ergebnis ist eindeutig: Insbesondere junge Patienten profitieren von der Azathioprinbehandlung, da sie das niedrigste Risiko für die Entwicklung eines Non-Hodgkin-Lymphoms aufweisen. w

Lewis JD, Schwarz JS, Lichtenstein GR: Azathioprine for maintenance of remission in crohn’s disease: benefits outweigh the risk of lymphoma. Gastroenterology 2000; 118: 1018–1024.

Dr. James D. Lewis, University of Pennsylvania, Center for Clinical Epidemiology and Biostatistics, 9th Floor Blockley Hall, 423 Guardian Drive, Philadelphia, Pennsylvania 19104-6021, USA.

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