VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2001; 98(6): A-346 / B-280 / C-263

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LNSLNS Dr. med. Eva Heiming, Kinderärztin, von 1975 bis 1995 Chefärztin im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld in Kassel, wurde am 7. Dezember vorigen Jahres 70 Jahre alt.
Eva Heiming absolvierte ihre chirurgische Weiterbildung von 1952 bis 1958 in Mönchengladbach, ihre Weiterbildung zur Kinderchirurgin von 1964 an in der Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln, wo sie weitere Erfahrungen als Oberärztin sammelte. Danach baute sie in Kassel die Kinderchirurgie auf. Spezialgebiete entwickelte Dr. Heiming auf dem Gebiet der Kinderurologie, der Schwerstverbrannten und der Missbildungs-Chirurgie. Sie ist im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus engagiert. Sie arbeitet seit 1985 aktiv im Deutschen Ärztinnenbund e.V. mit. Noch in ihrem Ruhestand leistete Dr. Eva Heiming humanitäre Hilfe, indem sie Kinder in Tansania operierte.

Prof. Dr. med. Günther Schellong, ehemaliger langjähriger Direktor der Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Hämatologie und Onkologie, wurde am 15. Januar 75 Jahre alt.
Schellong arbeitete zunächst (ab 1955) am Institut für Blutgruppenforschung in Göttingen und in Bensberg. Danach wechselte er an die Universitätskinderklinik in Münster, die er entscheidend geprägt hat. 1961 erhielt er die Lehrbefugnis für das Fach Kinderheilkunde, wurde 1963 zum Leitenden Oberarzt und 1976 zum Direktor der Universitätsklinik Münster ernannt. Sein Forschungsschwerpunkt lag zunächst auf dem Gebiet der Blutgruppenserologie, des Bilirubinstoffwechsels sowie der Erforschung und Behandlung des Morbus haemolyticus neonatorum. Viele Jahre lang leitete Schellong die beiden bundesweiten Therapiestudien für den Morbus Hodgkin und für die akute myeloische Leukämie im Kindes- und Jugendalter.

Prof. Dr. med. Kurt-Alphons Jochheim, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Erftstadt bei Köln, wurde am 20. Januar 80 Jahre alt.
Kurt-Alphons Jochheim, der in Hamburg (seinem Geburtsort) und in Halle Medizin studierte, zählt zu den Pionieren der Rehabilitationsmedizin in Deutschland. Zunächst war er ab 1948 an der Inneren Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Heidberg zu Hamburg tätig, anschließend an der Neurologischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Heidberg in Hamburg-Langenhorn. 1950 wurde er an die Universitäts-Nervenklinik in Köln berufen und war dort später als Oberarzt tätig.
Dann folgten berufliche Stationen in New York, ehe er sich 1958 nach seiner Rückkehr nach Deutschland in dem damals noch kaum entwickelten Wissenschaftsgebiet der Rehabilitationsmedizin mit einer Schrift mit dem Titel „Grundlagen der Rehabilitation in der Bundesrepublik Deutschland“ für das Fach Neurologie und Psychiatrie habilitierte. 1964 ist er zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden; Jochheim erhielt danach einen Lehrstuhl für das Fach Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. 1966 ist er zum Leiter des Rehabilitationszentrums an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln als selbstständige Abteilung der Fakultät berufen worden. Außerdem leitete er die dortige Krankenpflegeschule. Jochheim war richtungweisend für die Umsetzung der Rehabilitationsgesetze Mitte der Siebzigerjahre. Er arbeitete eng mit Ministerien, Leistungsträgern und Behindertenverbänden zusammen. Sein Rat und Sachverstand waren auch im Aufsichtsrat der Eifelhöhen-Klinik AG, zunächst Köln, jetzt Bonn, gefragt.
In Anerkennung und Würdigung seiner ärztlichen, wissenschaftlichen und ehrenamtlichen Verdienste ist Prof. Jochheim 1995 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Während des 101. Deutschen Ärztetages 1998 in Köln ehrte ihn die deutsche Ärzteschaft mit der Paracelsus-Medaille. EB
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