ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2001Geistiger Diebstahl: Deutsche Sportmedizin - Quo vadis?

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Geistiger Diebstahl: Deutsche Sportmedizin - Quo vadis?

Dtsch Arztebl 2001; 98(7): A-386 / B-310 / C-290

Rau, Rüdiger

Zu dem Beitrag „Diebe und Betrüger“ von Dr. med. Markus Parzeller in Heft 3/2001:
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LNSLNS Seit fast einem Jahrhundert kämpft die Deutsche Sportmedizin um ihre Anerkennung im Kreise der etablierten medizinischen Fächer. Jetzt wird sie durch einen Wissenschaftsskandal erschüttert. Aber das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Vor kurzem fiel mir schon der Sportwissenschaftler der Universität Frankfurt in einer Reklamebroschüre des Herstellers einer taurin- und koffeinhaltigen Brause auf. Unter dem Leitspruch „Für alle, denen das olympische Motto – Da bei sein ist alles – nicht genügt“ kann der bestürzte Leser unter dem Hinweis auf sportmedizinische Untersuchungen an der Goethe-Universität Frankfurt lesen, dass die Brause mit den roten Rindern auf der Beschriftung direkt auf die körperliche Leistungsfähigkeit wirkt und dass die Belastungsdauer auf der höchsten Intensitätsstufe bei Testpersonen bis zu 25 Prozent länger aufrechterhalten werden konnte etc. Abgesehen von dem schlechten Licht, das solche Werbung auf die Sportmedizin wirft, erhebt sich auch die Frage, ob hier denn noch die Berufsordnung eingehalten wird.
Dr. med. Rüdiger Rau, Oberkasseler Straße 20, 40545 Düsseldorf
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