ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2001H. pylori: bei Therapieversagen Rifabutin

MEDIZIN: Referiert

H. pylori: bei Therapieversagen Rifabutin

Dtsch Arztebl 2001; 98(7): A-394 / B-318 / C-298

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LNSLNS Die italienische Therapiemodalität (Protonenpumpen-Inhibitoren plus Clarithromycin plus Metronidazol) beziehungsweise französische (Protonenpumpen-Inhibitoren plus Biaxin-HP plus Amoxicillin) Therapie zur Sanierung der Helicobacter-pylori-Infektion hat sich weltweit mit Eradikationsraten von deutlich über 90 Prozent durchgesetzt. Nach wie vor problematisch ist die Behandlung der Therapieversager. Hier konkurrieren derzeit eine Quadruple-Therapie (Protonenpumpen-Inhibitoren plus Bismut-Dreifach-Therapie) mit einer zweiwöchigen Dualtherapie. Alternativ kann auch das Rifabutin, ein Derivat von Rifamycin-S, eingesetzt werden in einer Dosierung von 300 mg täglich in Kombination mit Protonenpumpen-Inhibitoren plus 2 × 1 g Amoxicillin.
Die Autoren berichten über ihre Erfahrungen bei 41 Patienten, bei denen mittels 13C-Harnstoff-Atemtest vier und zwölf Wochen nach Therapieende eine Erfolgskontrolle durchgeführt wurde. Die Eradikationsra-
te lag bei 71 beziehungsweise 74 Prozent. Allerdings sind die Kosten die-
ser einwöchigen Therapie nicht unerheblich und sprengen das Praxis-Budget. w

Perri F, Festa V, Clemenete R et al.: Rifabutin-based
„rescue-therapy“ for helicobacter pylori infected patients after failure of standard regimens. Aliment Pharmacol Ther 2000 14: 311–316.

Dr. F. Perri, Department of Gastroenterology, „Casa Sollievo Soffrenzo“ Hospital, IRCCS, 71013 San Giovanni Rotondo, Italien.

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