ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2001Wissenschaftsrat: Unikliniken unter der Lupe

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Wissenschaftsrat: Unikliniken unter der Lupe

Dtsch Arztebl 2001; 98(8): A-424 / B-342 / C-320

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LNSLNS Aachen und Münster sollen ihre Profile ändern.
Der Wissenschaftsrat empfiehlt der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, sich forschungsorientierter zu verhalten und die Kooperation mit Naturwissenschaftlern zu verstärken. Die Fördermittel für die Forschung sollten auf 20 Prozent des Landeszuführungsbetrages erhöht und gemäß der vorgehaltenen Forschungsflächen leistungsorientiert vergeben werden. Außerdem sollten weitere Rotationsstellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs bereitgestellt werden. Der Wissenschaftsrat befürwortet die beabsichtigte Ausweitung der Transplantationsmedizin, wenn entsprechend Forschungsaktivitäten verstärkt werden, und empfiehlt ein Akkreditierungssystem für die Transplantationsmedizin, das bundesweit zur Einhaltung von Mindeststandards beitragen soll.
Den medizinischen Einrichtungen in Aachen bescheinigt der Wissenschaftsrat zwar eine gute Qualität der Krankenhausversorgung, allerdings lägen ihre Forschungsaktivitäten unter dem Durchschnitt. Die Medizinische Fakultät sollte nach Ansicht des Wissenschaftsrates vordringlich die Qualität der Ausbildung verbessern und Mittel mehr nach Leistungsgesichtspunkten verteilen. Er regt eine stärkere Zusammenarbeit mit den Natur- und Ingenieurwissenschaften an. Außerdem empfiehlt der Wissenschaftsrat, die Zahl der Planbetten auf jeweils höchstens 1 350 zu verringern, um die Unikliniken verstärkt auf die Erfordernisse von Lehre und Forschung auszurichten.
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