ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2001Sterbehilfe: Probleme in Altenheimen thematisieren

BRIEFE

Sterbehilfe: Probleme in Altenheimen thematisieren

Dtsch Arztebl 2001; 98(8): A-454 / B-385 / C-359

Dehmel, Susanne

Zu dem Leserbrief „Herbeigeredet“ von Dr. Gottlob Flier in Heft 40/2000:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS . . So wie kein Arzt zu Handlungen verpflichtet werden darf, die gegen sein ethisches Empfinden verstoßen, muss andererseits gesichert sein, dass kein Patient Sterbehilfe erhält, wenn er dies nicht wünscht. Auch deshalb bemüht sich die DGHS seit Jahren um eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe und -begleitung: damit Patienten vor Eingriffen von Ärzten und anderen Dritten besser geschützt sind. Deshalb haben wir den Patientenschutzbrief zur lebenserhaltenden Therapie entwickelt.
Die von Ihnen angesprochene Sorge vieler Menschen, durch Intensivmedizin werde ihr Leiden unnötig verlängert, ist nicht unberechtigt, wie relativierende Äußerungen der Ärzteschaft zur Bedeutung von Patientenverfügungen immer wieder zeigen. nach wie vor wird der Tod oft als persönliche Niederlage des Arztes empfunden. Und auf dem Hintergrund, dass horrende Gelder in sehr vage Heilsversprechungen der Humangenetik-Forschung fließen, während Mittel für den Pflegebereich oder die Heimaufsicht knapp sind, steht zu befürchten, dass sich diese von uns als Geldbeutel-„Euthanasie“ kritisierte Tendenz weiter verschärft. Warum thematisiert eigentlich die Ärzteschaft nicht die seit Jahren bekannten Probleme und desolaten Zustände in Alten- und Pflegeheimen? . . .
Susanne Dehmel, Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e.V., Lange Gasse 2–4, 86152 Augsburg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema