ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2001Hochgradige Dysplasie bei Barrett-Ösophagus

MEDIZIN: Referiert

Hochgradige Dysplasie bei Barrett-Ösophagus

Dtsch Arztebl 2001; 98(8): A-462 / B-390 / C-364

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LNSLNS Seit etwa 30 Jahren ist eine kontinuierliche Zunahme des Adenokarzinoms der Speiseröhre auf dem Boden einer Zylinderzellmetaplasie (Barrett-Ösophagus) in der westlichen Welt zu verzeichnen. Vorläufer des Adenokarzinoms ist eine schwere Dysplasie, die unifokal und multifokal auftreten kann.
Die Autoren berichten über eine Verlaufsbeobachtung bei 15 Patienten mit unifokaler hochgradiger Dysplasie über 36,8 6 23,2 Monate. Die Länge des Barrett-Ösophagus schwankte zwischen 1 und 13 cm (Durchschnitt 6,8 6 4 cm). Bei acht Patienten ließ sich eine Progression feststellen. Bei vier Patienten (26,7 Prozent) entwickelte sich ein eindeutiges Karzinom nach 17 bis 35 Monaten, bei zwei ein makroskopisch erkennbarer Tumor (DALM), bei einem ein Schleimhautkarzinom und bei einem entwickelten sich multifokale Dysplasien.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass auch bei einer unifokalen hochgradigen Dysplasie ein aktives Vorgehen indiziert ist und eine abwartende Haltung nicht gerechtfertigt ist. w

Weston AP, Sharma P, Topalovski M et al.: Long-term follow-up of barrett high-grade dysplasia. Am J Gastroenterol 2000; 95: 1888–1893.

Dr. A. P. Weston, Veterans Affairs Medical Center (111 C), 4801 East Linwood Boulevard, Kansas City, MO 64128, USA.

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