VARIA: Technik für den Arzt

Neue Systemkamera

Orbach, Heinz

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LNSLNS Gleich wie Kodak und Fuji hat Minolta mehrere Kompaktkameras für das A.P.S. auf den Markt gebracht.
Minolta ist nun noch einen beachtlichen Schritt weiter gegangen und hat eine neue Systemkamera geschaffen, die Vectis S-1.
Im Jahr 1935 konstruierten die Exakta-Werke in Dresden die weltweit erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera. Die bis 1948 ausgelieferten Modelle hatten einen Lichtschacht als Sucher, gleich wie die Rollei für 6 x 6. Nach dem Krieg wurde das Pentaprisma für die Spiegelreflexkameras entdeckt, mit dem alle nachfolgenden Spiegelreflexkameras ausgestattet wurden. Nun stellt Minolta eine neue Systemkamera vor – eine Spiegelreflexkamera ohne Pentaprisma. Das verwendete Linsen-Spiegel-System (Abbildung, 1. Umlenkspiegel, 2. Zwischenlinse, 3. Sucheroptik, 4. Umlenkspiegel, 5. Kameraspiegel) sorgt, wie sonst das Pentaprisma, für ein seitenrichtiges Sucherbild. Der Sucher ist, in Einblicksrichtung gesehen, nach links versetzt. Dabei stört die Nase beim Fotografieren nicht mehr. Das Anvisieren wird durch das deutlich größere Sucherbild, die weit herausgezogene Austrittspupille und den großen Dioptrieneinstellbereich weiter erleichtert. Vectis S-1, Minoltas Flaggschiff im A.P.S., hat drei verfügbare Bildformate, Datums-/Titelaufdruck, Aufzeichnung fototechnischer Daten und eine technisch sehr aufwendige Funktion zum Wechsel teilbelichteter Filme. Die S-1 ist eine vollwertige Spiegelreflexkamera. Daraus resultiert die Möglichkeit, optisch hochwertige Wechselobjektive zu berechnen. Die automatische Entfernungseinstellung kann in speziellen Motivsituationen manuell verändert werden. Die Belichtungsmessung basiert auf einer Wabenfelder-Mehrzonenmessung mit 14 Segmenten. Der Fotograf kann wählen zwischen der Vollautomatik, den Motivprogrammen, der Zeitautomatik, der Blendenautomatik und der manuellen Belichtungseinstellung. Das Blitzsystem verfügt über eine Mehrfeld - TTL - Blitzbelichtungsmessung. Eine drahtlose Fernsteuerung externer Systemblitzgeräte ist möglich. Zur Zeit umfaßt das System-Zubehör ein Unterwassergehäuse, einen Schutzbügel, einen Batteriehandgriff mit einer Handschlaufe, einen IR- Fernauslöser und verschiedene Bereitschaftstaschen. Es werden sechs Wechselobjektive angeboten, davon sind vier Objektive als Zoomoptiken ausgelegt. Das Makroobjektiv mit 3,5/50 mm und ein Spiegellinsenobjektiv 8/400 vervollständigen diesen doch sehr beachtlichen Objektivreigen. Wie alle Insider, so wird auch die Firma Minolta darauf gespannt sein, wie die Verbraucher das A.P.S. annehmen. Sollte das System viele Freunde finden, hat Minolta mit seiner neuen Systemkamera bestimmt die Nase vorn.
Dr. med. Heinz Orbach
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