ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2001Doppelter Versicherungsschutz: Teilweise illegal

Versicherungen

Doppelter Versicherungsschutz: Teilweise illegal

Dtsch Arztebl 2001; 98(8): [83]

Combach, Rolf

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LNSLNS Gegen viele Risiken dürfen Versicherungsnehmer nur eine Versicherungspolice abschließen.

Der Gedanke ist verlockend. Der „clevere“ Kunde schließt bei mehreren Versicherungsgesellschaften eine vergleichbare Police ab und erhält dann im Schadensfall von allen eine Versicherungssumme ausgezahlt. Ein solches Vorgehen ist zwar teilweise zulässig, in den meisten Fällen jedoch illegal und führt eventuell zum Verlust des Versicherungsschutzes. Was ist erlaubt und was nicht ?
- Risiko-, Kapitallebens- und Rentenversicherungen dürfen bei mehreren Gesellschaften und beliebig hoch abgeschlossen werden.
- Bei der privaten Kran­ken­ver­siche­rung ist eine doppelte Kostenabrechnung unzulässig und Betrug im Sinne des Strafgesetzbuches.
- Keine Grenzen gibt es – abgesehen von speziellen Policen für Kinder – bei Unfallversicherungen, die im Invaliditäts- oder Todesfall zahlen. Das gilt auch für Kranken-haus- und Unfalltagegeld.
- Nicht erlaubt sind Überdeckungen bei der privaten Haftpflichtversicherung.
c Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung darf die Höhe der Rentenzahlung das letzte Nettoeinkommen nach Abzug der gesetzlichen Rentenleistung nicht übersteigen. Im Streitfall gibt es nur die eingezahlte Prämie zurück.
-Kostenübernahme im Schadensfall nur von einer Versicherung verlangen.
- Bei der Hausrat- und Gebäudeversicherung können bis zur Schadenshöhe alle abgeschlossenen Versicherungen in Anspruch genommen werden. Rolf Combach
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