ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Phytopharmaka: Europaweite Regelung

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Phytopharmaka: Europaweite Regelung

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-497 / B-400 / C-377

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LNSLNS Pharmaverband hält EU-Richtlinien-Entwurf für zu undifferenziert.
Die EU-Kommission hat einen Richtlinien-Entwurf zu traditionellen Arzneimitteln vorgelegt, der europaweit die Verkehrsfähigkeit solcher Präparate regeln soll. Der Bundesfachverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) begrüßt zwar eine Harmonisierung, hält den Vorschlag aber für zu undifferenziert. Die geplante Regelung unterwerfe praktisch alle pflanzlichen Arzneimittel der Kategorie „traditionell“, lautet die Kritik des BAH. Ein solches Vorgehen lasse die Erfahrungen mit Phytopharmaka und die Rechtspraxis in Deutschland außer Acht. Da traditionelle Arzneimittel in Deutschland nicht erstattungsfähig seien, werde zudem der gesamte Verordnungsmarkt infrage gestellt. Der BAH fordert deshalb, die Richtlinie so zu verändern, dass pflanzliche Arzneimittel wie chemisch-synthetische mit dem Nachweis ihrer Wirksamkeit und Unbedenklichkeit zugelassen werden, und nur solche Präparate, die sich nicht auf Basis dieser Grundsätze bewerten lassen, den „traditionellen“ Arzneimitteln zugeordnet werden.
In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist der Status von Phytopharmaka nach wie vor unterschiedlich geregelt. Den höchsten Marktanteil an pflanzlichen Präparaten hat Deutschland.
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