ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Wechseljahre: Relativ einfache Antwort

BRIEFE

Wechseljahre: Relativ einfache Antwort

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-527 / B-442 / C-417

Rapp, Peter

Zu dem Beitrag „Wechseljahre: Beginn einer Krankheit?“ von Klaus Koch in Heft 4/2001:
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ob jede (klimakterische oder) postmenopausale Frau krank sei oder nicht? Die Antwort ist relativ einfach, wenn wir sie die Frauen selbst geben lassen. Die Verordnungsbudgets haben mir längst abgewöhnt, für HRT zu „werben“ mit der Behauptung, sie schütze in ferner Zukunft vor irgendetwas.
Nein, substituiert wird eine Frau mit therapeutischer Intention,
die wechseljahrstypische psychische und/oder vegetative und/oder körperliche Beschwerden in subjektiv so störendem Ausmaß angibt, dass sie sich dem Alltag in Haushalt, Ehe und Beruf nicht mehr gewachsen fühlt,
wenn klinische Untersuchung, Vaginalzytologie und/oder Endometriumsmessung zur Anamnese passen, und
grundsätzlich mit der geringsten noch eben hilfreichen Dosis, die mit den Jahren erfahrungsgemäß reduziert werden kann.
Klimakterischen Patientinnen reicht oft über viele Monate eine zyklische Gestagensubstitution.
Spätmenopausalen Patientinnen reicht häufig Estriol lokal oder oral.
Das ist relativ preisgünstig, längst evidence based und, nach Aufklärung über mögliche Risiken, auch vertretbar. Und nur dann ist eine Patientin auch compliant. Der prophylaktische Wert der HRT ist zum einen noch immer unbewiesen, zum anderen wäre reine Prophylaxe eigentlich nicht Sache der GKV.
Peter Rapp, Schillerstraße 3, 79576 Weil am Rhein
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema