ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Uranhaltige Munition: Mehr Information von amerikanischen Kollegen fordern

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Uranhaltige Munition: Mehr Information von amerikanischen Kollegen fordern

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-527 / B-442 / C-417

Löhr, J.-Matthias

Zum Beitrag „Sorgen um Krankheitsrisiko“ von Thomas Gerst in Heft 3/2001 und dem Leserbrief „Im Strahlenschutzkurs nicht aufge-passt“ von Dr. med. Christof Zang in Heft 5/2001
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LNSLNS . . . Wir haben ebenfalls einen „Golf War Veteran“ in unserer Klinik betreut, mit chronischen Lungenproblemen, zunehmenden Dyspnoen und schließlich Hämoptysen. Der Patient hatte klinisch das, was früher Schwindsucht genannt wurde. Er ist tatsächlich zu und in einen ausgeschossenen Panzer (ohne Atemschutzgerät) geschickt worden. Die Army hat ihm und circa 20 000 weiteren Veterans bisher jegliche Information verweigert („classified“ etc.). Nach erneuter Anamnese stellte sich heraus, dass der Patient zu Hause einen Papagei hatte. Er litt an einer Psikattose. Auf entsprechende antibiotische Therapie hat er exzellent angesprochen. Ich bin dennoch der Überzeugung, dass dieses gut beschriebene Golf War Syndrome, wie wir jetzt im Gefolge der DU-Munitionsdiskussion wissen, durch diese Uranstäube ausgelöst wurde respektive dies in seinem Fall den Boden für diese Erkrankung bereitet hat.
Es sollten sich vielleicht weitere Kollegen beim DÄ melden, um hier mit etwas mehr Nachdruck von den amerikanischen Kollegen mehr Informationen zu bekommen.
Prof. Dr. med. J.-Matthias Löhr, Medizinische Klinik IV, Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, Universität Heidelberg, Theodor Kutzer-Ufer, 68135 Mannheim

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