ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Uranhaltige Munition: Nachweis noch nach Jahrzehnten möglich

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Uranhaltige Munition: Nachweis noch nach Jahrzehnten möglich

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-527 / B-442 / C-417

Kinzelmann, Thomas

Zum Beitrag „Sorgen um Krankheitsrisiko“ von Thomas Gerst in Heft 3/2001 und dem Leserbrief „Im Strahlenschutzkurs nicht aufge-passt“ von Dr. med. Christof Zang in Heft 5/2001
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LNSLNS Wenn nach Ereignissen Erkrankungen auftreten, stellen sich die Fragen der Häufung, der Exposition und der biologischen Plausibilität. sofern neue, bis dato nicht beschriebene Erkrankungen auftreten, ist die Dokumentation des Krankheitsverlaufs und der Nachweis/Ausschluss vermuteter Ursachen sinnvoll. Sofern als Auslöser für Erkrankungen schwer lösliche, langlebige inhalierte Radionuklide vermutet werden, ist der Nachweis auch noch nach Jahrzehnten (gegebenenfalls auch noch post mortem) möglich.
Die Fragen der Uranexposition der deutschen Soldaten im Kosovo wurden seitens der Bundeswehr bisher negiert. Auch die Latenzzeit passt (noch) nicht. Das Biomonitoring, durchgeführt durch die Gsf (www.gsf.de) bestätigt die Angaben des „Arbeitgebers“ Bundeswehr. Die vom Bundesamt für Strahlenschutz unter grüner Leitung angestellten Berechnungen (www.bfs.de) negieren (unabhängig von der nachgewiesenen Kontamination mit recyceltem Uran) weitgehend auch ein uranbedingtes langzeitiges Gesundheitsrisiko für die Zivilbevölkerung im Kosovo.
Dr. med. Thomas Kinzelmann, Buchenweg 10, 74380 Neckarwestheim
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