ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Gesundheitsreform: Rechnungsstellung ist die Lösung

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Gesundheitsreform: Rechnungsstellung ist die Lösung

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-528 / B-428 / C-404

Onken, Ulrich

Zu dem Kommentar „Mehr Geld ins System!“ von Traugott Heil in Heft 4/2001:
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LNSLNS Traugott Heil beschreibt kompakt und brillant Ausmaß und Ursache der Finanzierungsmisere des deutschen Gesundheitswesens: Es ist unstrittig, dass für eine immer älter werdende Bevölkerung, für immer teurere Untersuchungs- und Therapiemethoden, für immer teurere innovative Medikamente und für immer mehr Ärzte bei gedeckeltem Budget nicht genügend Geld im System sein kann. Er beschreibt auch trefflich, dass weder Regierung noch Opposition bislang den Mut zu einer wirklichen Reform gefunden haben. Vielleicht wird dieser Weg auch nur noch nicht erkannt, obgleich doch Arbeitsminister Riester und Frau Ulla Schmidt im Rentenbereich gerade vorgemacht haben, wie es geht.
Lösbar ist dieses Problem, will man nicht wie bisher an allen möglichen Ecken nur kosmetische Korrekturen vornehmen, auf einem einzigen Weg: durch die Rechnungsstellung des Arztes direkt an den Patienten und die anschließende Erstattung des Rechnungsbetrages durch die Krankenkasse abzüglich einer Selbstbeteiligung. Natürlich würde diese Selbstbeteiligung wie bisher schon die Zuzahlung bei Arzneimitteln sozial abgefedert und mit Obergrenzen zumindest für die Grundversorgung versehen. Bei einer durchnittlichen allgemeinärztlichen Rechnung und einer Selbstbeteiligung von vier Prozent ergäbe dies für den Patienten einen Betrag von 3,60 DM pro Quartal, bei einer durchschnittlichen Facharztrechnung zwischen 4,00 und 16,00 DM pro Quartal . . .
Dr. med. Ulrich Onken, Hauptstraße 17–19, 96138 Burgebrach

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