ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2001Gastrotoxizität von Rofecoxib

MEDIZIN: Referiert

Gastrotoxizität von Rofecoxib

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): A-544 / B-442 / C-415

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LNSLNS In den letzten Jahren hat sich die Pharmaforschung zunehmend mit Cyclooxygenase-2-(COX-2-)selektiven Antirheumatika beschäftigt. Eine der zwischenzeitlich erhältlichen und neu entwickelten Substanzen ist das Rofecoxib, das in einer großen Vergleichsstudie in einer Dosierung von 50 mg pro Tag mit zweimal 500 mg Naproxen verglichen wurde.
Insgesamt nahmen 8 076 Patienten unter 50 Jahren, die an einer rheumatoiden Arthritis litten, an dieser internationalen Multizenterstudie teil. Primäre Endpunkte der Studie waren klinisch relevante gastrointestinale Nebenwirkungen wie Ulzera, Blutungen und Perforationen. Während einer neunmonatigen Beobachtungszeit traten unter Refocoxib 2,1 gastrointestinale Ereignisse pro 100 Patientenjahre auf, unter Naproxen 4,5 pro 100 Patientenjahre (p < 0,001). Schwerwiegende Komplikationen wie Perforation, Obstruktion und massive Blutung waren unter Rofecoxib bei 0,6 Fällen pro 100 Patientenjahre zu verzeichnen. Die Zahl der beobachteten Myokardinfarkte lag unter Naproxen niedriger als unter Rofecoxib, doch war dieser Unterschied nicht signifikant.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass, wie zu erwarten, das COX-2-selektive nichtsteroidale Antirheumatikum bezüglich gastrointestinaler Nebenwirkungen günstiger abschneidet als die älteren Substanzen, die sowohl Cyclogenase-1 als auch Cyclogenase-2 hemmen. w

Bombardier C, Laine L, Reicin A et al.: Comparison of upper gastrointestinal toxicity of Rofecoxib and Naproxen in patients with rheumatoid arthritis. N Engl J Med 2000; 343: 1520–1528.

Dr. Claire Bombardier, Institute for Work and Health, 250 Bloor St. E., Suite 702, Toronto, ON M4W 1E6, Kanada.

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