Supplement: Reisemagazin

Mit dem Charterflieger: in den Urlaub

Dtsch Arztebl 2001; 98(9): [23]

Hamberger, Rainer W.

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die drei größten Charterflug-Gesellschaften –
Condor, LTU und Hapag Lloyd – wetteifern um deutsche Urlauber. Entscheidend für die Wahl der Airline ist aber meist der gewählte Reiseveranstalter.


Täglich heben sie nicht nur von den großen, sondern auch von Regionalflughäfen ab: die gut besetzten Ferienflieger. Die Maschinen erst seit wenigen Jahren eingesetzt; immer öfter kündigen die Fluggesellschaften neue Investitionen und die Anschaffung von weiterem Fluggerät an. Diese Anstrengungen für die wachsende Zahl von Urlaubern scheinen sich zu lohnen, denn Umfragen sprechen zwar von einer eher kürzeren Urlaubsdauer am Zielort, aber hin und zurück fliegen die sonnenhungrigen Feriengäste allemal. Dabei nimmt der Prozentsatz für Zweiturlaub, wie zum Beispiel Städtereisen und Events, sogar noch deutlich zu. Pannen und Pleiten bei Charterbuchungen gingen meist zulasten ausländischer Gesellschaften und Veranstalter. Bei den drei großen deutschen Charterfluggesellschaften – Condor, LTU und Hapag Lloyd – sind die Gäste in sicheren Händen.
Condor mit der größten Zahl an Passagieren profitiert als Partner der Deutschen Lufthansa von deren Infrastrukturen und dem Know-how. Die weißen Vögel mit gelbem Bauch bringen Gäste von fast allen deutschen Verkehrsflughäfen nicht nur nach Italien und den Zielen im
Mittelmeerraum und auf die Kanaren, sondern auch nach Afrika, auf die Inseln im Indischen Ozean und in die Karibik. In den USA landet
Condor nicht nur in Florida, sondern auch in Las Vegas. Einen Kontrast dazu bieten die Ziele Whitehorse in Kanada sowie Fairbanks und Anchorage in Alaska. Die Reisekataloge von Neckermann, Kreutzer, Air Marin und anderen Veranstaltern sorgen für den Verkauf der Sitzplätze. Vielflieger profitieren durch Flüge mit Condor als Mitglieder von „miles & more“ der Lufthansa vom Meilensammeln.
Die roten Maschinen der LTU mit Hauptsitz in Düsseldorf fliegen ihre Gäste zu Kurz-, Mittel- und Langstreckenzielen mit einer noch relativ jungen Flotte. Gestartet wird von Düsseldorf, München, Frankfurt, Berlin, Stuttgart und Hamburg. Für die Langstrecken, zum Beispiel nach Nordamerika, in die Karibik und in den Indischen Ozean, wird gegen Aufpreis eine Klasse mit breiteren Sitzen und aufgewertetem Ser-
vice angeboten. Ihre Sitze verkauft die LTU über die Veranstalter Meier’s Weltreisen, Jahn Reisen, Tjaereborg, Marlboro Tours und andere mit der LTU verbundene Reiseveranstalter. Auch gehören ihr weltweit mehr als
40 LTI Hotels.
Hapag Lloyd Flug (HLF), Hamburg, ist wie die TUI ein Unternehmen der Preussag AG. Bei HLF gibt es ähnlich wie bei LTU Spezialangebote für Familien und Vielflieger. Im Unterschied zu Condor und LTU fliegen die Maschinen der HFL von fast allen deutschen Flughäfen hauptsächlich zum Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln und nach Nordafrika. Um besonderen Service, zum Beispiel kostenfreie Beförderung von Sportgepäck, Vorabend-Check-In, Betreuung von allein reisenden Kindern und vergleichbaren Service, bemühen sich alle Fluggesellschaften und Pauschalveranstalter gleichermaßen. Entscheidend für die Reisenden sind in erster Linie die Reiseveranstalter. Wer gerne auf griechische Inseln reist und im Katalog der TUI fündig wird, sitzt eben in einem Flieger der Hapag Lloyd; wer nach Alaska reisen will, entscheidet sich für LTU oder Condor. Rainer W. Hamberger
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema