ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2001Krankengeld: Anspruch bei Arbeitslosigkeit

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Krankengeld: Anspruch bei Arbeitslosigkeit

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): A-572 / B-480 / C-456

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LNSLNS Ursprüngliche Tätigkeit ist Maßstab für die Höhe des Krankengeldes.
Wer wiederholt lange krank ist und währenddessen seinen Arbeitsplatz verliert, hat trotzdem Anspruch auf Krankengeld in ursprünglicher Höhe. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts ist die ursprüngliche Tätigkeit der Maßstab für die Krankengeldzahlung. (Az.: B 1 KR 30/00)
Ein Lagerverwalter war von Ende Oktober 1998 an krank. Ende November 1998 wurde er entlassen. Die Krankenkasse zahlte von der siebten Krankheitswoche an Krankengeld, ließ den Mann aber ärztlich untersuchen. Nach den Erkenntnissen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen war er noch zu leichten Tätigkeiten fähig. Die Kasse stellte ihre Zahlungen ein und verwies auf Änderungen in der Arbeitslosenversicherung. Dort kommt es bei der Frage, welche Stellen einem Arbeitslosen zumutbar sind, seit April 1997 nicht mehr auf Ausbildung und sozialen Status an, sondern nur noch auf das zuletzt erzielte Einkommen.

Dies sei kein Anlass, in der Kran­ken­ver­siche­rung die Rechtsprechung zu ändern, urteilte das Bundessozialgericht. Der Lagerverwalter sei arbeitsunfähig krank, weil er seiner ursprünglichen und auch einer ähnlichen Tätigkeit gesundheitlich nicht mehr gewachsen gewesen sei.

Aufgabenverteilung 1999 und Veränderung vom Vorjahr in v.H.
Bezeichnung GKV Bundesgebiet
in Mrd. DM Veränderung
1999 1998 in v. H.
Krankenhausbehandlung
ohne Anschluss-Reha 82,919 82,400 0,63
Ärzte 41,463 40,761 1,72
Arzneien aus Apotheken 37,451 34,4 8,87
Heil- und Hilfsmittel 17,715 17,173 3,16
Krankengeld 13,948 13,774 1,26
Kuren 5,146 4,752 8,31
Fahrkosten 4,550 4,226 7,67
Häusliche Krankenpflege 3,081 3,027 1,81
Soz. Dienste, Krankheitsverh. 1,497 1,306 14,61
Verwaltungskosten 13,845 13,134 5,41
Quelle: KV 45 BMG
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