ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2001Laparoskopische Cholezystektomie

MEDIZIN: Referiert

Laparoskopische Cholezystektomie

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): A-611 / B-513 / C-488

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LNSLNS Im Lancet wurden kürzlich Daten einer zehnjährigen (1989–1999) retrospektiven Untersuchung über die Cholezystektomie in 51 kommunalen schottischen Krankenhäusern publiziert. Von besonderem Interesse waren in diesem Jahrzehnt des Wechselns von der konventionellen zu laparoskopischen Cholezystektomie die Cholezystektomierate, die Krankenhausverweildauer sowie die postoperative Mortalität.
Im Beobachtungszeitraum stieg die Rate der Cholezystekomien um 20 Prozent, davon wurden am Ende (mit großer Streuung) 80 Prozent laparoskopisch durchgeführt. Die Liegezeit sank von acht Tagen auf 2,9 Tage. Die postoperative Mortalität zeigte zwar fallende Tendenz, war jedoch nicht signifikant verringert. Wie bereits aus anderen Studien bekannt, sank die postoperative Mortalität mit steigender Erfahrung des Chirurgen mit der laparoskopischen Methode.
Die Autoren sehen aufgrund dieser Daten derzeit eine kürzere Liegedauer als einzig greifbaren Fortschritt der laparoskopischen Cholezystektomie. Ob die beobachtete höhere Anzahl von Eingriffen berechtigt ist, bleibt ihrer Ansicht nach offen. Für die Zukunft erwarten sie mit zunehmender Erfahrung der Chirurgen mit der neuen Methode einen weiteren Rückgang der Liegedauer als auch der postoperativen Mortalität. acc

McMahon AJ et al.: Impact of laparoscopic cholecystectomy: a population-based study. Lancet 2000; 356: 1632–1637.

Andrew McMahon, Dep. of Surgery, Stobhill Hospital, North Glasgow University Hospitals NHS Trust, Glasgow G21 3UW, Schottland.

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