MEDIZIN: Referiert

Handys und Hirntumoren

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): A-611 / B-513 / C-488

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LNSLNS Die Behauptung, dass häufige Handy-Benutzung zu Hirntumoren führen könnte, wurde in Krankenhäusern in Phönix, Boston und Pittsburgh bei 782 Patienten untersucht, bei denen Hirntumoren in den Jahren 1994 bis 1998 (489 Gliome, 197 Meningiome und 96 Akustikusneurinome) festgestellt worden waren. Als Kontrollen dienten 799 Patienten der gleichen Krankenhäuser. Das relative Risiko bei mehr als 100 Stunden Handy-Nutzung lag für die Gliome bei 0,9, für die Meningiome bei 0,7, für Akustikusneurinome bei 1,4 und für alle Hirntumoren zusammen bei 1,0. Es ergab sich auch kein erhöhtes Risiko bei den Personen, die täglich das Handy 60 oder mehr Minuten benutzten. Auch bezüglich der Seitenlokalisation der Hirntumoren und der Kopfseite, wo das Handy benutzt wurde, ergaben sich keine Korrelationen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Hypothese, die häufige Benutzung vom Handy könne Hirntumoren induzieren, nicht zutreffend sei, doch sei möglicherweise der Beobachtungszeitraum noch zu kurz, um definitive Aussagen zu treffen. w

Inskip PD, Tarone R E, Hatch E E et al.: Cellular-telephone use and brain tumors. N Engl J Med 2001; 344: 79–86.

Dr. Inskip, Executive Plazas, Rm 7052, 6120 Executive Blvd., Rockride MD 20852, USA.

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