ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2001Spasmus facialis: Keine aktuellen Aspekte

MEDIZIN: Diskussion

Spasmus facialis: Keine aktuellen Aspekte

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): A-620 / B-522 / C-497

Guntinas-Lichius, Orlando

zu dem Beitrag Spasmus facialis Aktuelle Aspekte der operativen und medikamentösen Therapie von Dr. med. Andreas Schulze-Bonhage Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Andreas Ferbert in Heft 47/2000
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LNSLNS Entgegen der Ankündigung im Untertitel des Artikels sind in dem Beitrag keine aktuellen Aspekte der Therapie des Spasmus facialis zu finden. Die Botulinumtoxin-Therapie ist seit langem fest etabliert; Publikationen zum Thema gibt es bereits seit 1985 (2), deutsche Veröffentlichungen seit 1989 (1). Diese Behandlung wird heute entgegen der Meinung der Autoren klar als Therapie der Wahl angesehen. In unserer Klinik werden seit 1993 Spasmus-facialis-Patienten mit Botulinumtoxin behandelt.
Seitdem wurde bei uns keiner dieser Patienten mehr einer Dekompressionsoperation zugeführt. Dies soll auch zeigen, dass eine kompetente Beratung und elektrophysiologische Untersuchung der Patienten selbstverständlich auch durch einen HNO-Arzt erfolgen kann.

Literatur
1. Poewe W, Kleedorfer B: Therapie des essentiellen Blepharospasmus und hemifacialen Spasmus mit lokalen Injektionen von Botulinum-Toxin A: Erfahrungen an 50 Patienten. Akt Neurol 1989; 16: 78–82.
2. Savino PJ, Sergott RC, Bosley TM, Schatz NJ: Hemifacial spasm treated with botulinum A toxin injection. Arch Ophthalmol 1985; 103: 1305–1306.

Dr. med. Orlando Guntinas-Lichius
HNO-Klinik
Universität zu Köln
50924 Köln

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