ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2001Lebensversicherung: Blick über die Grenze

Versicherungen

Lebensversicherung: Blick über die Grenze

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): [106]

Combach, Rolf

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Einführung des Euro macht die Geldanlage im europäischen Ausland attraktiver.

Zu den Vorteilen, die die Euro-Einführung mit sich bringt, gehört die Möglichkeit, Geld weniger riskant als bisher im Ausland anzulegen. Ab dem 1. Januar 2002 entfallen die Kosten für den Umtausch in eine andere Währung, und auch Währungsschwankungen gibt es dann nicht mehr. Somit vereinfachen sich die Möglichkeiten, Preise von in- und ausländischen Versicherungen miteinander zu vergleichen.
„Aber“, so warnt die Kölner OVB Vermögensberatung, „der Verbraucher sollte nicht ausschließlich beim Preisvergleich stehen bleiben. Die Vertragsbedingungen müssen auch mit den Policen deutscher Versicherungen vergleichbar sein.“ Dabei gehe es in erster Linie um die Seriosität und den Vertrauensbonus, den die Versicherungen besäßen. Denn mit der Umstellung auf den Euro gleichten sich nicht automatisch die Rechtssysteme der Länder an. Die Kontrollen der Versicherungsunternehmen durch die Aufsichtsbehörden seien in den Ländern weiterhin unterschiedlich. Dies werde auch noch einige Zeit so bleiben. Deshalb raten die Vermögensberater, sich genauestens danach zu erkundigen, ob der Anbieter auch die in Deutschland üblichen Sicherheitsgarantien gewährt. Dazu zählen:
c die Garantie konstanter Prämien für die gesamte Vertragsdauer
c eine jährliche Mindestverzinsung von 3,5 Prozent
c sowie eine garantierte neunzigprozentige Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Nettoerträgen, die die Versicherungen aus ihren Kapitalanlagen erzielen.
„Wer eine Lebensversicherung im Ausland abschließt, sollte besonders darauf achten, dass die Versicherungsbedingungen alle Voraussetzungen erfüllen, damit die Zinsen nach einer Laufzeit von mehr als zwölf Jahren auch steuerfrei ausgezahlt werden können“, erläutert Stephan Gehlhausen, vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Denn das jeweilige Finanzamt des Versicherten prüfe genau, inwiefern ein Versicherungsvertrag den Bestimmungen der
§§ 10 und 20 EStG entspricht, bevor Steuerfreiheit gewährt werde. Rolf Combach
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema