ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2001Alkoholismus: Rückfall nicht unerwartet

Versicherungen

Alkoholismus: Rückfall nicht unerwartet

Dtsch Arztebl 2001; 98(10): [106]

rco

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ein alkoholkranker Mann in ärztlicher Behandlung wollte verreisen. Er buchte seinen Urlaub im Reisebüro und schloss eine Reiserücktrittsversicherung ab. Sein Arzt bescheinigte ihm, dass es keine medizinischen Bedenken gegen diese Reise gebe – allerdings nur, solange er abstinent bleibe. Kurz vor dem Urlaub stornierte der Alkoholiker die Buchung und forderte Geld von der Versicherung. Er habe einen Rückfall erlitten und könne die Reise nicht antreten.
Die Versicherung weigerte sich zu zahlen, was das Amtsgericht München als rechtens beurteilt. Der Versicherungsnehmer habe die „versprochene und verordnete Alkoholabstinenz“ nicht eingehalten. Da er wieder zu trinken begonnen habe, sei der „Eintritt der Reiseunfähigkeit“ absehbar gewesen und grob fahrlässig herbeigeführt worden. Die Versicherung müsse nur in Fällen unerwarteter schwerer Erkrankung leisten. (Az.: 161 C 3666/97) rco
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema