ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Gesundheitsreform: Aus Umklammerung befreien

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Gesundheitsreform: Aus Umklammerung befreien

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): A-682 / B-558 / C-525

Amtsberg, Gerhard

Zur Lage der niedergelassenen Ärzte:
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LNSLNS Eine Reform des Gesundheitswesens, die dem Kranken eine Behandlung von hoher Qualität und Effizienz garantiert, kann unter marktwirtschaftlichen Bedingungen im ambulanten Bereich nur dann gelingen, wenn auch der Kassenarzt seinen Beruf endlich wieder frei ausüben kann. Freiheit der Niederlassung, Freiheit in der Behandlung, begrenzt nur durch wissenschaftliche, ökonomische und ethische Grundsätze, freie Arztwahl sowie Gewährleistung eines die Behandlungskosten deckenden Honorars sind die unabdingbaren Voraussetzungen, die von einer einheitlichen Gestaltung der Gebührenordnungen auf betriebswirtschaftlicher Basis, Offenlegung der Abrechnungen (Beispiel Frankreich) und einer dem Verbrauch der Praxismaterialien angepassten Bestellweise begleitet werden sollten. Die damit überflüssige KV als knebelndes Instrument des Staates, das aberwitzigerweise von den Geknebelten mit teuren Beiträgen finanziert wird, sollte durch eine Interessenvertretung der niedergelassenen Ärzte ohne die derzeitige Bürokratisierung bei den Ärztekammern ersetzt werden, wobei jedes im Kammerbereich tätige Fachgebiet einen Vertreter entsendet, womit eine Wahrnehmung aller Interessen in gleichem Maße gewährleistet wäre. Bei angemessenen Gegenmaßnahmen zur Mengenausweitung, sowohl bei diagnostischen als auch therapeutischen Verordnungen, wäre die Finanzierung auf der Grundlage des „Kieler Modells“ gewährleistet. Der tüchtige, kenntnisreiche, qualifizierte, effizient arbeitende und anerkannte Arzt hätte wieder eine seiner 25 Jahre währenden Ausbildung entsprechende Zukunft, und den Kranken wäre eine hochwertige Behandlung garantiert.
Gerhard Amtsberg, Warnitzer Straße 14, 19057 Schwerin
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