ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Buchbesprechung: Basistechniken nach wie vor wichtig

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Buchbesprechung: Basistechniken nach wie vor wichtig

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): A-683 / B-573 / C-546

Michels, H.

Zur Besprechung von Lynn S. Bickley (Hrsg.): „Bates’ großes Untersuchungsbuch“ durch Rüdiger Meyer in Heft 5/2001:
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LNSLNS Herr Meyer kommt bei der Besprechung des Buches zu der Aussage, die Kenntnis der „Basistechniken“ Anamnese und körperliche Untersuchung sei heute im Grunde nicht mehr erforderlich. Allenfalls könne man sich damit noch die ganz persönliche Freude machen, nach Vorliegen der heute einzig zählenden apparativen und Laboruntersuchungsmethoden sich bestätigen zu lassen, dass man den endgültigen Befund vielleicht doch richtig vorhergesagt habe. Anamnese und exakte klinische Untersuchung bestimmen zunächst die erforderlichen diagnostischen Schritte. Beherrscht man diese „Basistechniken“ nicht, so wird man sich schwer tun, richtig, in angemessener Zeit und zu vertretbaren Kosten zu diagnostizieren. Darüber hinaus gibt es nach wie vor viele Bereiche der Medizin, in denen diese „Basistechniken“ in der Hand des Erfahrenen den technisch-apparativen Methoden überlegen sind. Im Übrigen wünsche ich Herrn Meyer, dass er jederzeit die Möglichkeit haben wird, auf die technisch-apparative Diagnostik zurückgreifen zu können und dass er nicht in die missliche Situation kommen wird, bei Stromausfall bei Kerzenschein in „Bates’ großem Untersuchungsbuch“ nachlesen oder bei einem Hausbesuch diagnostisch „passen“ zu müssen. Keineswegs möchte ich hier gegen die Errungenschaften moderner diagnostischer Methoden sprechen. Niemand möchte auf sie verzichten. Verzichtet man jedoch auf Ana-
mnese und klinische Untersuchung, wie aus Herrn Meyers Besprechung ableitbar, so würde man bei einer teuren Schrotschussdiagnostik landen.
Dr. med. H. Michels, Siedlerweg 18, 69151 Dilsbergerhof
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