ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Buchbesprechung: Es wird zu wenig digital-rektal untersucht

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Buchbesprechung: Es wird zu wenig digital-rektal untersucht

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): A-683 / B-573 / C-546

Kaldewey, Walther

Zur Besprechung von Lynn S. Bickley (Hrsg.): „Bates’ großes Untersuchungsbuch“ durch Rüdiger Meyer in Heft 5/2001:
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LNSLNS Der Rezensent berichtet
unwidersprochen im letzten Absatz, dass die rektale Untersuchung seit der Einführung des PSA-Screenings praktisch ihre Bedeutung eingebüßt hat. Wie das? Nach wie vor ist die digitale rektale Untersuchung der Prostata – und natürlich des Rektums – der Goldstandard der Früherkennung des Prostata-Karzinoms. Das PSA gibt uns eine zusätzliche, zugegebenermaßen überaus wertvolle Information. Aber die Fälle, die bei normalem (Screening-)PSA den Untersucher in falscher Sicherheit versäumen lassen, die Prostata rektal zu tasten und ein bereits klinisch manifestes Prostatakarzinom zu übersehen, sind Legion. Man kann natürlich nicht verhehlen, dass genauso ein erhöhtes PSA bei völlig unauffälligem Tastbefund durch die heute dann problemlos mögliche Biopsie nicht allzu selten besonders bei jüngeren Männern ein Karzinom aufdecken lässt.
Abschließend noch eine Botschaft: Es wird nach wie vor in Deutschland viel zu wenig (auch bei Frauen!) digital-rektal untersucht!
Dr. med. Walther Kaldewey, Hemelinger Bahnhofstraße 9, 28309 Bremen
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