ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Almotriptan bei Migräne: Ein Triptan mit vielen Vorzügen

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Almotriptan bei Migräne: Ein Triptan mit vielen Vorzügen

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): A-710 / B-578 / C-544

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS Mit Almotriptan steht ein neuer selektiver 5HT1B/1D-Rezeptoragonist für die Behandlung der akuten Migräneattacke zur Verfügung. Entwicklungsziel des Unternehmens Bayer war eine Maximierung der Wirksamkeit bei optimaler Verträglichkeit sowie eine konstante Therapieeffektivität. Da der Wirkstoff selektiv die zerebralen Blutgefäße verengt, beeinflusst er kardiale und pulmonale Gefäße nur in geringem Ausmaß – eine unerwünschte Wirkung der bisherigen Triptane. „Blutdruck und Herzfrequenz werden daher nicht beeinträchtigt“, erklärte Prof. Hartmut Göbel (Kiel) anlässlich der Ausbietungspressekonferenz in Bergisch Gladbach.
Göbel betonte, dass Almotriptan nicht nur selektiv die Gefäßweite beeinflusst, sondern auch die (sterilen) Entzündungsmechanismen der duralen und meningealen Gefäße, die für den eigentlichen Migräneschmerz verantwortlich sind.
Almotripan, das als Almogran® gehandelt wird, verfügt mit rund 70 Prozent über die höchste orale Bioverfügbarkeit aller Triptane. Die Substanz hat keine aktiven Metaboliten und wird vorwiegend renal ausgeschieden. Interaktionen zwischen Migräneprophylaktika wie Calciumantagonisten, Betablocker und Antidepressiva bestehen nicht. Nach Angaben von Göbel ist von Vorteil, dass sich die pharmakokinetischen Parameter von Almotriptan während einer Migräneattacke nicht von denen der gesunden Phase unterscheiden. Ebenso ohne Einfluss sind Lebensalter und zusätzliche Nahrungsaufnahme. In einer Vergleichsstudie zu Sumatriptan 100 mg vermittelte Almotriptan 12,5 mg eine gleich gute Wirksamkeit, jedoch war die Wiederkehrkopfschmerzrate signifikant niedriger. In vier doppelblinden Studien zeigte sich eine konsistente Effektivität von Almotriptan. „Bei 46 Prozent der Patienten war der Wirkstoff sogar bei drei von drei Attacken effektiv“, so Göbel.
In einer offenen Langzeitstudie über ein Jahr berichteten 78 Prozent der Patienten, dass Almotriptan 12,5 mg in über 60 Prozent der Attakken wirksam war, wobei auch die Begleitsymptome der Migräne wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtüberempfindlichkeit verbessert wurden. Bei Auftreten von Wiederkehrkopfschmerzen war auch die Einnahme einer zweiten Dosis noch effektiv und verträglich. zyl
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