ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Änderungen der Kernspintomographie-Vereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Änderungen der Kernspintomographie-Vereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): A-716 / B-606 / C-573

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LNSLNS c § 4 (Anforderungen an die fachliche Befähigung) erhält folgende Fassung:
„(1) Die fachliche Befähigung für die Ausführung und Abrechnung von kernspintomographischen Untersuchungen gilt als nachgewiesen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt und durch Zeugnisse und Bescheinigungen gemäß § 8 Abs. 1 nachgewiesen werden:
1. Selbstständige Indikationsstellung, Durchführung und Befundung folgender Anzahl von kernspintomographischen Untersuchungen unter Anleitung:
a) Diagnostische Radiologie: 1 000 Untersuchungen (Hirn, Rückenmark, Skelett, Gelenke, Abdomen, Becken und Thoraxorgane)
b) Kinderradiologie: 200 Untersuchungen von Kindern, davon 100 Untersuchungen des Gehirns und des Rückenmarks
c) Neuroradiologie: 1 000 Untersuchungen des Schädels und Spinalkanals
d) Nuklearmedizin: 500 Untersuchungen
2. Berechtigung zum Führen der Gebiets- oder Schwerpunktbezeichnung Diagnostische Radiologie, Kinderradiologie, Neuroradiologie oder Nuklearmedizin
3. Nachweis einer mindestens 24-monatigen ganztägigen Tätigkeit in der kernspintomographischen Diagnostik unter Anleitung. Auf diese Tätigkeit kann eine zwölfmonatige ganztägige Tätigkeit in der computertomographischen Diagnostik unter Anleitung angerechnet werden.
4. Die Anleitung nach den Nrn. 1 und 3 hat bei einem Arzt stattzufinden, der für die Durchführung der Weiterbildung in der Kernspintomographie nach der Weiter­bildungs­ordnung befugt ist.
5. Erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium vor der Kassenärztlichen Vereinigung.
(2) Soweit die Weiter­bildungs­ordnung in einem Fachgebiet für eine Weiterbildung in der Kernspintomographie den Erwerb eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten vorschreibt und der Arzt die unter Abs. 1 Nrn. 1 und 2 festgelegten Anforderungen erfüllt, gilt die fachliche Qualifikation nach Abs. 1 durch die Vorlage von Zeugnissen gemäß § 8 Abs. 1 als erfüllt.
(3) Soweit ein Arzt nach Abs. 2 zwar die Anforderung zur Berechtigung zum Führen der Facharztbezeichnung nach Abs. 1 Nr. 2 erfüllt, aber während der Facharztweiterbildung nicht die nach Abs. 1 Nr. 1 geforderte Anzahl von kernspintomographischen Untersuchungen absolviert hat, kann diesem die Genehmigung nur dann erteilt werden, wenn die restliche Anzahl von kernspintomographischen Untersuchungen unter der Anleitung eines nach Abs. 1 Nr. 4 qualifizierten Arztes durchgeführt und nachgewiesen wurde.
(4) Ärzte mit der Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnung Nuklearmedizin, welche ihre fachliche Qualifikation in der Kernspintomographie nach Abschluss der Facharztweiterbildung im Rahmen einer Fachkunde nach der Weiter­bildungs­ordnung erworben haben, müssen zusätzlich zu den Anforderungen nach Abs. 1 Nrn. 1 und 3 die erfolgreiche Teilnahme an einer Prüfung vor der Ärztekammer nachweisen. Kann der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Prüfung vor der Ärztekammer nicht geführt werden, ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium vor der Kassenärztlichen Vereinigung erforderlich. Abs. 3 gilt entsprechend.
(5) Näheres zu den Zeugnissen und Kolloquien regelt § 8.“
c Der § 6 (Genehmigungsverfahren) Abs. 2 Nr. 2 entfällt. Die nachfolgende Nummerierung ändert sich entsprechend.
c In § 8 (Zeugnisse und Kolloquien) Abs. 3 wird das Wort „Abs. 2“ durch die Wörter „Abs. 1 und 4“ ersetzt.
c § 8 (Zeugnisse und Kolloquien) Abs. 1 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„(1) Der Kassenärztlichen Vereinigung sind für den Nachweis der fachlichen Befähigung gemäß § 4 insbesondere folgende Bescheinigungen vorzulegen:
1. Urkunde über die Berechtigung zum Führen der Gebiets- oder Schwerpunktbezeichnung Diagnostische Radiologie, Kinderradiologie, Neuroradiologie oder Nuklearmedizin
2. Zeugnisse, welche von dem zur Weiterbildung befugten Arzt unterzeichnet sind und mindestens folgende Angaben beinhalten:“
Die Spiegelstriche in Abs. 1 werden unter der Nr. 2 aufgeführt.
c In § 8 (Zeugnisse und Kolloquien) Abs. 2 wird folgender Satz angefügt:
„Die festgelegten Anforderungen können durch ein Kolloquium nicht ersetzt werden.“
c § 10 (Übergangsregelungen) wird wie folgt gefasst:
„Die vor In-Kraft-Treten dieser Vereinbarung von den Kassenärztlichen Vereinigungen erteilten Genehmigungen bleiben unberührt.“

Die Änderungen treten am 1. April 2001 in Kraft.
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