ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPraxis Computer 1/2001Voxel-Man 3D-Navigator: Computer-Atlas der inneren Organe

Supplement: Praxis Computer

Voxel-Man 3D-Navigator: Computer-Atlas der inneren Organe

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): [33]

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Ein 3-D-Modell des menschlichen Körpers auf der Basis der Querschnittsbilder des Visible Human Projekts haben das Institut für Mathematik und Datenverarbeitung in der Medizin (IMDM) und das Institut für Anatomie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf entwickelt. Der „Voxel-Man 3D-Navigator: Innere Organe“ präsentiert die topographische, systematische und radiologische Anatomie anhand von 650 dreidimensionalen anatomischen Objekten des Brust- und Bauchraumes einschließlich des Nerven- und Kreislaufsystems.
Im Unterschied zu herkömmlichen Büchern oder Multimedia-Programmen stellt die Software ein dreidimensionales Anatomiemodell der inneren Organe zur Verfügung, das interaktiv erforscht werden kann. Das Modell ist in sämtlichen Teilen anatomisch beschrieben. Informationen über anatomische Teilobjekte können deshalb direkt von der aktuellen Ansicht auf dem Bildschirm abgerufen werden. Somit hat der Anwender die Vorteile des Umgangs mit echter Anatomie (die Ähnlichkeit mit einer echten Sektion), kombiniert mit den Vorteilen des Lernens aus Büchern (dem damit zusammenhängenden Wissen). Im Gegensatz zu klassischen Wissensquellen kann die radiologische Erscheinungsform der Anatomie im Kontext der dreidimensionalen Anatomie studiert werden. Dadurch wird das Verständnis sowohl von radiologischen Projektions- als auch Schnittbildern vereinfacht.
Stereoskopische Sicht
Die dreidimensionalen Objekte können in 19 interaktiven Szenen untersucht und präpariert werden. Darunter stehen acht Szenen zusätzlich stereoskopisch zur Verfügung, die mit der beigefügten Rot/Grün-Brille betrachtet werden können. Mithilfe der Maus kann der Anwender Szenen beispielsweise drehen, Organe hinzufügen und wegnehmen, beschriften, abfragen und suchen. Die anatomische Nomenklatur liegt in Lateinisch, Englisch und Deutsch vor.
Die Software ermöglicht darüber hinaus, anatomische Ansichten mit Röntgenbildern oder CT-Aufnahmen zu vergleichen. Auf diese Weise werden das experimentelle Erlernen und das Rekapitulieren der Interpretation radiologischer Bilder unterstützt.
Nachschlagewerk
Das Programm ist nicht nur eine Informationsquelle für Medizinstudenten, sondern auch ein Nachschlagewerk für Ärzte. So lassen sich mit dem Modell beispielsweise Zugangswege für chirurgische Eingriffe studieren. Über die Erweiterung der Wissensbasis soll in der weiteren Entwicklung auch die Simulation von Eingriffen möglich werden. Der Anwender kann dann zum Beispiel am Bildschirm per Mausklick einen Nerv durchtrennen und sieht direkt am Modell, welche Folgen damit verbunden sind.
Langfristig ist geplant, das 3-D-Modell so zu erweitern, dass Blutzirkulation und Bewegungen der Extremitäten simuliert werden können. Der „virtuelle“ Mensch soll bis auf die mikroskopische und die molekulare Ebene vervollständigt werden. EB

Systemvoraussetzungen: Pentium Prozessor, 400 MHz, ab 96 MB RAM, 120 MB freier Festplattenspeicher, Bildschirm-Auflösung von 1024 x 768 Pixel oder mehr, TrueColor bzw. 16 Mio. Farben, 16-fach CD-ROM-Laufwerk
Bezug: 3 CD-ROMs für Windows 9x/NT/2000 in Deutsch und Englisch, Springer-Verlag Heidelberg, New York, ISBN 3-540-14759-4, 125 DM zuzüglich MwSt.
Informationen: www.uke.uni-hamburg.de/navigator
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema