ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Fährversicherungen: Teilweise unterschätzt

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Fährversicherungen: Teilweise unterschätzt

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): [87]

Combach, Rolf

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Auf den engen Parkdecks der Fähren sind Beschädigungen der Autos nicht selten.

Für die Beförderung von Kraftfahrzeugen, Wohnwagen und Booten auf Fähren werden Fährversicherungen angeboten, die nicht unterschätzt werden sollten. Denn durch die Beförderungsbedingungen können die Fährbetriebe die Haftung für Verlust und Beschädigung der Fahrzeuge erheblich einschränken. Zudem sind Haftpflichtansprüche oft nach ausländischem Recht und in der Landessprache geltend zu machen. Weiter wichtig zu wissen ist, dass im Schiffsverkehr der Verlader an den Havarie-Kosten beteiligt wird. Dazu gehört zum Beispiel der Aufwand eines Bergungsschleppers, den der Kapitän wegen einer eventuellen Manövrierunfähigkeit der Fähre anfordern muss.
Mit einer in der Bundesrepublik abgeschlossenen Fährversicherung erwirbt der Versicherte Ansprüche gegen ein deutsches Unternehmen. Vor allem Reisebüros treten als Versicherungsvermittler auf. Wird ein Auto, ein Wohnwagen oder ein Boot mindestens zu seinem Zeitwert versichert, braucht sich der Reisende in der Regel um Haftungsfragen und ausländische Rechtsfragen nicht zu kümmern. Denn der Versicherer zahlt für Verlust oder Beschädigung des Fahrzeuges während der Beförderung sowie bei der Be- und Entladung. Geht es um Lackschrammen und Beulen, ist eine Selbstbeteiligung von 300 DM obligatorisch. Folgekosten wie Hotelübernachtungen und Leihwagen-Gebühren sind nicht versichert.
In Deutschland können Fährversicherungen für Verbindungen zwischen den europäischen Häfen abgeschlossen werden. Außerdem gibt es Policen für Verbindungen zu und zwischen außereuropäischen Häfen des Mittelmeeres. Die zur Auswahl stehenden Versicherungssummen schwanken, je nach Versicherungsunternehmen, zwischen 15 000 und 60 000 DM. Rolf Combach

´Tabelle C´
Fährversicherungen
Versicherungssumme Hin-und Rückfahrt
15 000 DM 36 DM
30 000 DM 72 DM
45 000 DM 108 DM
60 000 DM 144 DM
Geltungsbereich: Europa und Mittelmeer-Anrainerstaaten. Selbstbeteiligung: 300 DM bei Teilverlusten, Außenbeschädigungen, Beul-, Kratz-, Lack- und Schrammschäden. Höchstversicherungssumme: 60 000 DM. Quelle: Europ. Reisevers. München
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema