ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2001Hausratversicherung: Fenster darf gekippt sein

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Hausratversicherung: Fenster darf gekippt sein

Dtsch Arztebl 2001; 98(11): [86]

rco

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LNSLNS Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass ein gekipptes Fenster nicht als grobe Fahrlässigkeit zu werten ist. Eine Versicherungsnehmerin ging regelmäßig am Abend mit ihrem Hund spazieren. Dabei ließ sie ihr Schlafzimmerfenster im Erdgeschoss gekippt. In der Regel nahm der abendliche Spaziergang nicht mehr als eine drei viertel Stunde in Anspruch. An einem Abend traf sie jedoch eine Bekannte und ging mit ihr in ein Lokal. Einbrecher machten sich die Gelegenheit zunutze und stiegen durch das Schlafzimmerfenster, das auf einen Garagenhof hinausgeht, in die Wohnung ein und räumten sie aus. Als die Hausratversicherung ihre Leistungspflicht verweigerte, kam es zum Rechtsstreit. Das Gericht stellte sich auf die Seite der Hundehalterin und verurteilte die Versicherung zur Zahlung. Ein gekipptes Fenster sei nicht als grob fahrlässig anzusehen. Es komme jedoch immer auf den Einzelfall an und wie lange der Wohnungsbesitzer wegbleibe. (OLG Hamm, Az.: 20 U 149/98 ) rco
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