ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Zürich: Sterbehilfe zugelassen

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Zürich: Sterbehilfe zugelassen

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-724 / B-612 / C-580

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LNSLNS Der Bundesrat hat die Neuregelung zur Beihilfe zum Suizid gebilligt.
Die Praxis, wonach Bewohner und Patienten von städtischen Alten- und Krankenheimen in Zürich seit Anfang des Jahres Suizid mithilfe einer Sterbehilfeorganisation begehen können, hat der Bundesrat gebilligt. Strafbar mache man sich nur, wenn man aus selbstsüchtigen Gründen jemanden zum Selbstmord verleite oder ihm dazu Hilfe leiste. Nicht strafbar sei dagegen die Beihilfe zum Selbstmord, wenn keine selbstsüchtigen Beweggründe vorhanden seien. Der Staat habe keinen Grund, gegen Organisationen vorzugehen, die Beihilfe zum Suizid leisteten, wenn sie das geltende Recht beachteten, so der Bundesrat. Die Vereine unterstützten ihre Mitglieder bei der Durchsetzung des „Selbstbestimmungsrechts des Menschen im Leben und im Sterben“. Bereits im letzten Sommer hatte der Bundesrat vorgeschlagen, die Formen der Sterbehilfe im Gesetz zu regeln, die praktiziert werden dürfen. Ob die Sterbehilferegelung in das Strafgesetzbuch Eingang finden sollte, sei noch zu prüfen.

Viele Ärzte und die Kirchen fürchten einen ethischen Dammbruch, wenn aktive Sterbehilfe legalisiert wird.
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