ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Abtreibungspille: Auf bessere Vergütung geeinigt

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Abtreibungspille: Auf bessere Vergütung geeinigt

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-726 / B-588 / C-554

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LNSLNS Ein Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne wird künftig höher bewertet.

Die Überwachung und Betreuung von Frauen nach der Gabe von Mifegyne kann künftig separat abgerechnet werden. Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung mitteilt, wird der medikamentöse Abbruch zurzeit nach Nummer 196 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) mit 900 Punkten bewertet – einschließlich der Betreuung der Frau. Künftig wird der Schwangerschaftsabbruch mit der so genannten Abtreibungspille nur noch mit 500 Punkten bewertet. Zusätzlich erhalten die Ärzte jedoch nach EBM-Nummern 63 oder 64 weitere 900 Punkte (mindestens zwei Stunden Nachbetreuung) beziehungsweise 1 400 Punkte (mindestens vier Stunden Nachbetreuung). Die neue Regelung tritt am 1. Juli in Kraft. Die bisherige Vergütung war bei Ärzten und dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium auf massive Proteste gestoßen, da der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch in der Summe geringer vergütet wurde als ein chirurgischer Eingriff.
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