ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Im Sog des Fälschungs-skandals

POLITIK: Medizinreport

Im Sog des Fälschungs-skandals

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-738 / B-603 / C-563

Kanz, Lothar; Brugger, Wolfram

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LNSLNS Zu dem im Heft 10/2001 erschienenen gleichnamigen Artikel von Klaus Koch stellen zwei der im Artikel genannten Wissenschaftler richtig:
Die Behauptung, die Autoren einer Arbeit im New England Journal of Medicine (NEJM) hatten Datenlücken nach „Erfahrung gefüllt“ und nachträglich Daten aus den Akten der Hausärzte herbeigeholt, ist falsch. Richtig ist, dass bereits bei der Durchführung (1993 bis 1994) der im NEJM publizierten Studie Laborwerte entlassener Patienten von Hausärzten mit erhoben wurden und diese dann in der Publikation mit eingegangen sind. Zum Zeitpunkt der Re-Analyse der Studie im Jahr 2000 konnten die Unterlagen in Freiburg nicht mehr vollständig analysiert werden. Allein aus diesem Grund haben sich die Verfasser bei den Hausärzten erkundigt und diese gebeten, den damaligen Sachverhalt zu verifizieren. Der Vorwurf eines gravierenden Verstoßes gründet somit auf einem falschen Sachverhalt. Der wahre Sachverhalt wurde bei der Anhörung vor der Freiburger Kommission am 27. November 2000 ausführlich erörtert.
Zur Erklärung des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) sei angemerkt, dass bei der kurzen Anhörung vor dem Ältestenrat der DGHO am 7. Dezember 2000 diesem unsere detaillierte Stellungnahme für die Deutsche Forschungsgemeinschaft zum Gesamtkomplex nicht bekannt war und der Vorstand der DGHO bei dieser Anhörung selbst nicht anwesend war.
Prof. Dr. Lothar Kanz, Doz. Dr. Wolfram Brugger
Medizinische Klinik, Universität Tübingen

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel bezieht sich auf einen Kommissionsbericht, der als Presseinformation der Universität Freiburg in voller Länge nachzulesen ist unter: www.uni-freiburg.de/presse/eser.html

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