ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Psychiatrie: Weitere Beweise durch Genforschung

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Psychiatrie: Weitere Beweise durch Genforschung

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-751 / B-634 / C-602

Hackmann, Heiner

Zu dem Beitrag „Auf der Suche nach der Seele“ von Petra Bühring in Heft 50/2000:
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LNSLNS Unter mehreren Arten von Seelen, die Sie bereits anführten, sei hier nur die humanmedizinische gemeint. Die Römer nannten sie Mens (mens sana in corpore sano) oder Anima. Seit Hippokrates ist ihre Existenz nur an den Organismus gebunden. Paracelsus habe gesagt, sie sei wichtig in der Heilphase des Kranken; meinte er vielleicht schon die Immunität?
Den Sitz der Seele haben schon Charles Robert Darwin und Ernst Haeckel mit dem biogenetischen Grundgesetz, die Biochemiker und Nobelpreisträger von 1962 Watson, Crick und Wilkins in der Molekularanordnung der Gene als Doppelhelix vorprogrammiert. Die Genforschung wird sicher weitere Beweise für diese Behauptung erbringen. Die Erblichkeit der Gen-Anlagen in der Phylogenie wird es ermöglichen, eine exaktere Lagebestimmung in der DNS-Doppelwendel vorzunehmen.
Diese Anima ist jedoch streng von der „Göttlichen Seele“ zu unterscheiden, die von den christlichen Kirchen falsch zitiert oder sogar noch exorziert wird. Die erschwerte Nomenklatur der Seelen geht wohl auch auf deren Konto.
Dr. med. Heiner Hackmann, Fürstenackerstraße 36, 81477 München
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