ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter

BÜCHER

Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-753 / B-615 / C-575

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

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Praktische Hilfestellung
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Hrsg.): Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2000, 395 Seiten, 57 Schemata, kartoniert, 78 DM
Das Buch führt für 34 verschiedene psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen an, welche diagnostischen Verfahren bei dem jeweiligen Störungsbild durchzuführen sind und welche therapeutischen Maßnahmen empfohlen werden können. Die Leitlinien richten sich an Ärzte, Psychotherapeuten und weitere Berufsgruppen, die sich mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen beschäftigen. Sie sollen für die Berufsgruppen eine Orientierungshilfe für die Diagnostik und Behandlung vermitteln. Dabei haben die Leitlinien den Charakter von Empfehlungen. Sie sind nicht als verbindliche oder einklagbare Vorschriften zu verstehen, die den therapeutischen Handlungsspielraum einengen.
Die in den „Leitlinien“ enthaltenen Vorschläge und Empfehlungen besitzen ein besonderes Gewicht, denn sie stellen keine individuellen Meinungsäußerungen dar, sondern spiegeln einen breiten Konsens innerhalb der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachgesellschaften, die Herausgeber der Leitlinien sind. Inhaltlich sind die Leitlinien nicht auf eine bestimmte Therapierichtung festgelegt, sondern einem modernen empirisch fundierten multimodalen Ansatz verpflichtet. Dies ist keinesfalls selbstverständlich, denn auch heute werden immer noch zu häufig therapeutische Schulmeinungen wie Glaubensüberzeugungen vertreten. Vor diesem Hintergrund kann die Bedeutung der Leitlinien nicht hoch genug eingeschätzt werden: Sie sind ein Meilenstein für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und darüber hinaus für den Bereich der Psychotherapie insgesamt.
Die Leitlinien können nur dann sinnvoll sein, wenn sie einen kontinuierlichen Prozess der Überarbeitung und Weiterentwicklung anstoßen. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich an diesem Prozess beteiligen, umso lebendiger und ertragreicher wird er sich gestalten. Fritz Mattejat

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