ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2001Krebs und venöse Thrombosen

MEDIZIN: Referiert

Krebs und venöse Thrombosen

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-767 / B-648 / C-616

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LNSLNS Nicht selten weist eine venöse Thrombose oder eine Thromboembolie auf ein bislang nicht entdecktes Krebsleiden hin.
Die dänischen Autoren versuchten herauszufinden, ob dieses paraneopla-
stische Phänomen die Prognose des Tumorleidens ungünstig beeinflusst. Insgesamt wurden Krankengeschichten von 668 Patienten ausgewertet, die zum Zeitpunkt einer Thromboembolie ein Tumorleiden aufwiesen. 44 Prozent boten Hinweise auf ein metastasierendes Tumorleiden. Die Ein-Jahres-Überlebensrate lag bei den Krebspatienten mit venöser Thromboembolie bei 12 Prozent, in der Kontrollgruppe bei 36 Prozent. Patienten, bei denen das Krebsleiden innerhalb eines Jahres nach der Thromboembolie diagnostiziert wurde, boten häufiger Metastasen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein Krebsleiden, das zum Zeitpunkt einer Thromboembolie oder innerhalb eines Beobachtungszeitraums von einem Jahr nach einer Thromboembolie diagnostiziert wird, mit einer schlechten Prognose einhergeht und häufiger bereits zu Metastasen geführt hat. w

Sørensen H T, Mellemkjaer L, Jørgen H et al.: Prognosis
of cancers associated with venous thromboembolism. N Engl J Med 2000; 343: 1846–1850.

Dr. H. T. Sørensen, Department of Clinical Epidemiology, Aarhus University Hospital, Vennelyst Blvd. 6, Bldg. 260, DK 8000 Aarhus, Dänemark.

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