VARIA: Wirtschaft

Hoechst im Wandel

Dtsch Arztebl 2001; 98(12): A-774 / B-636 / C-595

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LNSLNS Aus dem anfangs reinen Farbenproduzenten wurde mit der Zeit ein Chemieunternehmen, das 1883 mit der Ausbietung von Arzneimitteln begann. Schon eines der ersten Medikamente gegen Fieber und grippale Infekte, Antipyrin, war ein großer Erfolg. 1925 schloss sich der Konzern unter anderen mit BASF, Bayer, und Agfa zur IG Farbenindustrie AG mit Sitz in Frankfurt am Main zusammen. Die Interessengemeinschaft legte Teile der Produktion zusammen und baute eine große Menge des Personals ab.
  In den 30er- und 40er-Jahren produzierte der IG-Farbenkonzern – zeitweise mithilfe vieler tausend Zwangsarbeiter – Sprengstoffe und Kampfgase für das NS-Regime. Nach dem Einmarsch der Alliierten übernahmen die USA die Verwaltung und entflechteten den Konzern. Die alliierte Hohe Kommission bestellte nach Abstimmung mit der Bundesregierung fünf unbelastete Persönlichkeiten aus dem deutschen Wirtschaftsleben zu Neugründern der „Farbwerke Hoechst AG vormals Meister Lucius & Brüning“. Noch ein Jahr vor der Gründung 1951 wurde die Penicillin-Anlage eingeweiht, die den gesamten deutschen Markt versorgen konnte. In den Jahrzehnten darauf folgten größere und kleinere Übernahmen und Neugründungen.
  1974 erwarb die Firma die Mehrheit an der französischen Roussel-Uclav in Paris und änderte ihren Namen in „Hoechst AG“. Zur Stärkung des Geschäftes auf dem amerikanischen Markt kaufte Hoechst im Jahr 1995 das Pharmaunternehmen Marion Merrell. Seit Amtsantritt des heutigen Vorstandsvorsitzenden Jürgen Dormann im Jahr 1994 und vor allem seit der Fusion mit Rhône Poulenc hat sich die Unternehmensstruktur in Form von eigenständigen Konzerngesellschaften dezentralisiert.
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