ArchivDeutsches Ärzteblatt37/1996Ausbildung: Kein Theorie-Abbau

SPEKTRUM: Leserbriefe

Ausbildung: Kein Theorie-Abbau

Maiß, Jürgen

Zu dem Beitrag "Reform der ärztlichen Ausbildung: Studenten kritisieren Mehrbelastung" von Dr. rer. pol. Harald Clade in Heft 19/1996
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LNSLNS Abbau
. . . Der neueste AO-Entwurf aus dem Hause Seehofer findet nicht meine Zustimmung. Ich kann nichts Positives daran finden, die Fächerstruktur des Studiums zugunsten von Querschnittsbereichen aufzulösen. Dies entspricht nicht dem klinischen Alltag, auf den der Student vorbereitet werden soll. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß ein Rest an Struktur in der Endlosigkeit der Symptomorientierung verlorengeht. Klare Strukturen erleichtern das Lernen. Bedenklich finde ich, daß Leistungsnachweise in den sogenannten kleinen Fächern überhaupt nicht mehr erbracht werden müssen und die Fächer damit vielleicht wegfallen. Auch die immer mehr geforderte Praxisorientierung kritisiere ich. Im gegenwärtigen Studium hat der Student viele Möglichkeiten, die Praxis zu finden (Famulaturen, Praktika, U-Kurse, PJ), oft fehlt es aber an Eigeninitiative der Studenten. Ich habe oft erlebt, wie sich mancher Praktikumsleiter vergeblich bemühte, die restlichen Studenten zu aktivieren. Eine Stärkung der Praxis könnte ohne weiteres im Rahmen der jetzigen AO geschehen. Mehr Praxis darf aber keinesfalls durch einen Abbau an Theorie erreicht werden, sonst wird das Fundament auf Sand gebaut . . .
Jürgen Maiß, Lärchenweg 24, 91058 Erlangen
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