ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2001Gutachter: Bei der Zulassung zum Studium ansetzen

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Gutachter: Bei der Zulassung zum Studium ansetzen

Dtsch Arztebl 2001; 98(13): A-832 / B-689 / C-645

Vaeckenstedt, Joachim

Zu dem Beitrag „Der Arzt als sozialmedizinischer Gutachter: Ein alternatives Berufsfeld“ von Dr. med. Ina Ueberschär und Dr. med. Walther Heipertz in Heft 6/2001:
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LNSLNS Die Autoren schlagen als Entlastung für kommende Medizinergenerationen den unabhängigen Sachverständigen mit breitem medizinischem Wissen vor und postulieren den Sozialmediziner als alternatives Berufsfeld.
Das Erlernen dieser Tätigkeit setzt eine breite medizinische Ausbildung mit dem Abschluss eines Facharzttitels voraus. Wie dies aufgrund von dem angesprochenen Stellenengpass in Klinik und Praxis stattfinden soll, bleibt im Verborgenen. Sollten Praktiker und Kliniker nun als Sozialgutachter fungieren und die Jüngeren in ihre Funktionen als Hausarzt und Orthopäde nachrücken? Noch mehr Erfahrung und Kompetenz erfordert die angesprochene, aus meiner Sicht zweifelhafte, Begutachtung nach Aktenlage auf der Basis aktueller und aussagekräftiger Befundunterlagen. Spätestens mit dieser Aussage sind Kontext und Titel nicht mehr deckungsgleich: ein junger, unerfahrener Mediziner muss auch noch ohne Untersuchung auskommen.
Die Praxis in Frankreich zeigt, dass eine Bedarfsregelung an Ärzten bei den Zulassungszahlen zum Studium ansetzen muss.
Dr. med. Joachim Vaeckenstedt, Markgraeflerland-Klinik, Im Grün 1–3, 79415 Bad Bellingen
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