ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2001Luftverschmutzung erhöht Sterblichkeit

MEDIZIN: Referiert

Luftverschmutzung erhöht Sterblichkeit

Dtsch Arztebl 2001; 98(13): A-834 / B-693 / C-647

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LNSLNS Das Risiko, an einer Herz-Kreislauf- oder Atemwegs-Erkrankung zu sterben und auch die Gesamtmortalität stehen in Zusammenhang mit der Luftverschmutzung durch feine Teilchen. Jonathan M. Samet et al. un-
tersuchten in 20 nordamerikanischen Städten die Auswirkungen der Schadstoffe Ozon, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und die von Schwebeteilchen mit einem aerodynamischen Durchmesser unter 10 µg/m3 (PM10) auf die Mortalitätsraten.
Die Wissenschaftler beobachteten, dass für jeden Anstieg der PM10-Konzentration um 10 µg/m3 die relative Sterblichkeitsrate für Herz-Kreislauf- oder Atemwegs-Erkrankung um 0,68 Prozent und für alle Todesursachen um 0,51 Prozent zunimmt. Abgesehen von schwachen Hinweisen auf einen saisonalen Anstieg der relativen Sterblichkeitsrate in Abhängigkeit von der Ozonkonzentration im Sommer ließen sich für die anderen genannten Schadstoffe keine signifikanten Zusammenhänge finden.
Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die gesicherten Erkenntnisse über die Gefahr, die von der Luftverschmutzung durch feine Schwebeteilchen ausgeht, zu einer weiteren Verschärfung der bestehenden Richtlinien führen muss. goa

Samet JM et al.: Fine particulate air pollution and mortality in 20 U.S. cities, 1987-1994. N Engl J Med 2000; 343: 1742–1749.
Dr. Jonathan M. Samet, Departement of Epidemiology, School of Hygiene and Public Health, John Hopkins University, Baltimore, USA.

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