ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2001Gesundheitsrisiken durch Passivrauchen: Sachlich fragwürdig

MEDIZIN: Diskussion

Gesundheitsrisiken durch Passivrauchen: Sachlich fragwürdig

Dtsch Arztebl 2001; 98(13): A-845 / B-700 / C-654

Manz, Alfred

zu dem Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Karl-Heinz Jöckel in Heft 43/2000
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LNSLNS Die Abhandlung fordert mich als Arbeitsmediziner zu einigen Anmerkungen heraus. Abgesehen davon, dass der Artikel gewisse sachliche Fragwürdigkeiten enthält, dies insbesondere hinsichtlich des ausgewählten Schrifttums, lässt der zum Schluss abgehandelte Aspekt der sozialmedizinischen Konsequenzen spannende Erwartung aufkommen: Wie wird man in Anbetracht der sowohl durch aktives als auch durch passives Rauchen verursachten Schadstoffaufnahmen künftig mit dem im Berufskrankheitenrecht vorgesehenen unvergleichbar höheren Belastungskonzept 100 ([mg/m3] 3 Jahre) als Voraussetzung für die Anerkennung eines Lungenkarzinoms als Berufskrankheit umgehen? Dieser Wert wird von einem Passivraucher erst in einigen Hundert oder Tausend Jahren erreicht.

Prof. Dr. med. habil. Alfred Manz
Pathologische Anatomie
Arbeitsmedizin
Alter Achterkamp 61
22927 Großhansdorf

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