ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2001Geistig Behinderte: Weiterbildung einführen

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Geistig Behinderte: Weiterbildung einführen

Dtsch Arztebl 2001; 98(14): A-869 / B-721 / C-675

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LNSLNS Ärzte gründen Bundesarbeitsgemeinschaft.

Die medizinische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung ist oft unzureichend. Das ist das Urteil der Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., Hildesheim, die sich anlässlich des ersten nationalen Kongresses „Medizin für Menschen mit geistiger Behinderung“ in Kassel gegründet hat. Krankheiten bei geistig oder mehrfach Behinderten können anders oder abgewandelt verlaufen als bei Nichtbehinderten. Kenntnisse in der Behindertenmedizin seien Voraussetzung für eine optimale Versorgung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft fordert daher, dass eine gesonderte Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte eingeführt wird, die in diesem Bereich tätig sind. Zudem sei die angemessene Versorgung Behinderter mit einem zeitlichen und finanziellen Mehraufwand verbunden, der nicht entsprechend vergütet werde.

Pflegeversicherung
Solides Fundament
Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Schmidt rechnet mit stabilen Beiträgen.
Die Pflegeversicherung stehe auf einem soliden finanziellen Fundament, erklärte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) anlässlich der Vorstellung des Zweiten Berichts über die Entwicklung der Pflegeversicherung. Mittelfristig sei auch die Beitragsstabilität gesichert. Obwohl im vergangenen Jahr die Ausgaben die Einnahmen überstiegen hatten, wies die Versicherung Ende 2000 noch ein Polster von 9,43 Milliarden DM auf. Ab 2003 sollen sich nach den Kalkulationen der Bundesregierung auch wieder Überschüsse einstellen.
Die finanziellen Reserven sollen zur Verbesserung der Qualität in der Pflege verwendet werden. Ferner sollen mit 500 Millionen DM jährlich die pflegenden Angehörigen unterstützt werden.
Von der sozialen Pflegeversicherung erhielten Ende 1999 rund 1,28 Millionen Pflegebedürftige ambulante Leistungen und 550 000 Pflegebedürftige stationäre Leistungen. Von der sozialen und von der privaten Pflegeversicherung werden derzeit etwa 1,9 Millionen Menschen unterstützt. Seit ihrer Einführung vor sechs Jahren habe sich die Abhängigkeit der Betroffenen von der Sozialhilfe erheblich verringert, betonte die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin.


Neben Förderung und Betreuung brauchen Behinderte qualifizierte ärztliche Versorgung.
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