ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2001Zwei Anträge, eine Anhörung

POLITIK

Zwei Anträge, eine Anhörung

Dtsch Arztebl 2001; 98(14): A-880 / B-732 / C-685

Rieser, Sabine

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LNSLNS Das Thema „frauenspezifische Gesundheitsversorgung“ wird „von vielen Akteuren im Gesundheitwesen unterschätzt und wenig beachtet. Forschung, Gesundheitsversorgung und Prävention berücksichtigen die geschlechtsspezifischen Unterschiede (im Sinne des Gender-Mainstreaming) nicht in ausreichendem Maße.“ Das stellten Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion und der von Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag an den Bundestag im vergangenen Jahr fest. Die Unionsabgeordneten relativierten daraufhin in einem eigenen Antrag: „Grundsätzlich kommen Fortschritte der Medizin und Medizintechnik Frauen und Männern gleichermaßen zugute, und zwar in ganz Deutschland. Es bleibt aber Aufgabe der Gesundheitspolitik, unterschiedliche Gesundheitsprobleme bei Frauen und Männern und die Art und Weise, wie beide mit Krankheiten umgehen, stärker als bisher zu berücksichtigen.“
In etlichen Details, aber auch in grundsätzlichen Bewertungen liegen Rot-Grün und Union durchaus nahe beieinander: Sie konstatieren, dass Frauen Gesundheit anders wahrnehmen als Männer, Belastungen auf andere Weise bewältigen und auch mit Krankheit anders umgehen. Ein deutlicher Unterschied besteht im Hinblick auf finanzielle Notwendigkeiten: „Eine frauenspezifische Gesundheitsversorgung geht nicht zwangsläufig mit einer wachsenden finanziellen Belastung für das Gesundheitswesen einher, sondern würde eher helfen, unnötige Ausgaben zu vermeiden“, heißt es bei SPD und Grünen. Die Union hingegen ist der Auffassung, „dass die Budgetierung die Etablierung zusätzlicher Versorgungsangebote sowie innovativer Behandlungsmethoden erschwert, was häufig zulasten der frauenspezischen Gesundheitsversorgung geht“. Rie
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