ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2001Lehrbuch Evidenzbasierte Medizin in Klinik und Praxis

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Lehrbuch Evidenzbasierte Medizin in Klinik und Praxis

Dtsch Arztebl 2001; 98(14): A-910 / B-762 / C-711

Ollenschläger, Günter; Kolkmann, Friedrich-Wilhelm; Kunz, Regina; Jonitz, Günther; Raspe, Heiner

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LNSLNS Evidenzbasierte Medizin
Ausgezeichnetes Hilfsmittel
Regina Kunz, Günter Ollenschläger, Heiner Raspe, Günther Jonitz, Friedrich-Wilhelm Kolkmann: Lehrbuch Evidenzbasierte Medizin in Klinik und Praxis. Schriftenreihe Hans Neuffer-Stiftung. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, 2000, 432 Seiten, 20 Abbildungen, 74 Tabellen, 78 DM
Ärzte können Indikationen wissenschaftlich begründet oder angemessen stellen. Die Technik evidenzbasierter Medizin ist dabei ein Instrument, mit dem sich aus der Vielzahl klinisch-epidemiologischer Erkenntnisse, die sich in der wissenschaftlichen „Weltliteratur“ angesammelt haben, gültige und verlässliche Indikationsregeln für die praktische Entscheidungsfindung ableiten lassen.
Die Anwendung dieser Technik evidenzbasierter Medizin, nämlich die jeweils relevante aktuelle Wissenschaftsliteratur zu rezipieren und daraufhin abzusuchen, welche Indikationsregel gilt, ist alles andere als einfach und evident: Sie muss daher gelernt werden. Ein ausgezeichnetes Hilfsmittel dazu ist das neue Lehrbuch.
Verfasst von 57 Autoren und Herausgebern, umfasst es 42 Beiträge, ausgehend von den theoretischen Grundlagen über die Bewertungstechnik und das Handwerkszeug (zum Beispiel welche Bestandteile muss die am Anfang einer jeden EbM-Recherche stehende Frage enthalten, damit sich aus ihr klare Suchstrategien ergeben, die dann zu relevanten Antworten führen können?) bis zur klinischen Entscheidungspraxis konkreter Patientenprobleme, zu Fragen der Implementation und des Nutzens dieses Ansatzes unter einer Systemperspektive.
Eine Reihe von Beiträgen wendet sich an den Kliniker in der Versorgungspraxis, und zwar ausgehend von typischen Problemstellungen der medizinischen Fächer. Sie führen vor, wie sich der Arzt, der in der Begegnung mit dem Patienten mit einem Problem konfrontiert ist, für seine Urteilsbildung die evidenzbasierte Medizin zunutze macht, mit den Erkenntnissen sein Problem löst und zu einer Diagnostik- oder Therapieentscheidung kommt beziehungsweise ein realistisches Therapieziel definiert. Ausgehend von Fallgeschichten, wird der Leser durch ein klinisches Szenario geleitet. Nicht zuletzt wegen der Klarheit und vermeintlichen Einfachheit der Texte und der Verständlichkeit ihrer Botschaften fühlt sich der Leser aufgefordert, die vorexerzierten Arbeitsschritte anhand eigener Problemstellungen selbst durchzuspielen und zu erproben. Ingbert Weber
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